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Vettel macht einen großen Schritt in Richtung vierter WM-Titel

Monza Vettel macht einen großen Schritt in Richtung vierter WM-Titel

Formel 1: Der Heppenheimer gewinnt zum dritten Mal im Ferrari-Land Italien und hat nun 52 Punkte Vorsprung auf den Spanier Fernando Alonso.

Monza. Das Pfeifkonzert und die nicht enden wollenden „Alooooonso“-Rufe aus dem ferrari-roten Fahnenmeer vor dem Podest in Monza nahm Sebastian Vettel mit einem charmanten Lächeln zur Kenntnis. „Das war ein fantastisches Rennen. Aber man hört schon den Unterschied, ob Du hier in einem roten Dress gewinnst oder nicht“, sagte der Red-Bull-Pilot nach seinem souveränen Sieg beim Großen Preis von Italien.

Vettel genoss den sechsten Sieg in dieser Formel-1-Saison, ohne ihn auszukosten. Seinem geschlagenen Rivalen Alonso gab er noch auf dem Podium einen kameradschaftlichen Klaps auf den Rücken.

Denn auch wenn es spielerisch ausgesehen hatte, war sein Erfolg vor Alonso und Mark Webber im zweiten Red Bull kein Selbstläufer. Zuerst machte Vettel ein schleichender Plattfuß Probleme, am Ende muckte das Getriebe. „Da war der Herzschlag noch mal höher“, gab Vettel zu, der nach 2008 — sein erster Grand-Prix-Sieg — und 2011 seinen dritten Erfolg im Ferrari-Land Italien feierte.

Ein Ausfall wäre doppelt und dreifach ärgerlich gewesen. Vettel schloss nach Siegen in der ewigen Bestenliste nicht nur zu Alonso auf, er raubte seinen Verfolgern mit Blick aufs WM-Klassement fast schon die letzten Hoffnungen, den 26-Jährigen auf dem Weg zum vierten Titel in Serie noch abfangen zu können. Vettel kommt nun auf 222 Zähler, Alonso liegt 53 Punkte zurück. „Es wird schwierig, wenn er kein Problem hat“, meinte Ferraris Teamchef Stefano Domenicali mit Blick auf Vettels Dominanz.

Mercedes-Pilot Lewis Hamilton kam nur auf Rang neun und hat insgesamt 141 Punkte, Kimi Räikkönen blieb im Lotus als Elfter in Italien bei 134 Zählern. Besser machten es Nico Hülkenberg im Sauber und Nico Rosberg im zweiten Mercedes auf den Plätzen fünf und sechs. Adrian Sutil kam im Force India nicht über Platz 16 hinaus.

Vorne wurde schnell deutlich, dass alles auf das (WM)-Duell Vettel vs. Alonso hinausläuft. Am Start machte der Spanier Boden gut, während Vettel nicht den besten Start erwischte: Nur mit Mühe konnte er seine 40. Pole verteidigen.

Im Rennen war Alonso auch nur vier Runden lang der Wortführer, nachdem Vettel zum ersten Reifenwechsel an die Box gekommen war. Auf dem Podest wurde der Ferrari-Star aber wie der Sieger gefeiert.

„Ich hoffe, beim nächsten Rennen im nächsten Jahr stehen wir wieder hier oben. Aber dann auf Platz eins“, meinte Alonso nach dem Vettel-Triumph.

 

OZ

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