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Sportmix Viel Edelmetall auch im nacholympischen Jahr
Sportbuzzer Sportmix Viel Edelmetall auch im nacholympischen Jahr
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04:18 06.09.2013
Erfolgreiche Ruderer: Theo Kessner, Marcus Klemp, Hannes Ocik, Julia Leiding, Frauke Hacker, Julia Lepke, Ulrike Sennewald, Stephan Krüger und Paul Heinrich (v.l.). Quelle: Ove Arscholl
Kessin

Die Ruderer aus Mecklenburg-Vorpommern haben auch im nacholympischen Jahr 2013 nachhaltig auf sich aufmerksam gemacht. Bei zahlreichen internationalen Meisterschaften standen sie auf dem Podest. „Sehr zufrieden mit dem Abschneiden“ zeigte sich Hans Sennewald, Präsident des Landesruderverbandes, gestern bei einem kleinen Empfang im Olympiastützpunkt in Kessin, bei dem die erfolgreichen Athleten im Mittelpunkt standen.

Silbernen WM-Glanz verbreiteten Paul Heinrich (Rostocker Ruderclub) und Hannes Ocik (Schweriner Rudergesellschaft). Während Heinrich vor einer Woche im südkoreanischen Chungu mit dem Doppelvierer auf Platz zwei hinter Kroatien landete, saß Ocik im Achter, der sich erstmals seit vier Jahren Großbritannien beugen musste. „Diese Silbermedaille ist keine Schande, im Gegenteil“, gratulierte Sennewald dem Schweriner, der wie Heinrich erst 22 Jahre alt ist. Der Rostocker zeigte sich „zufrieden“ mit dem zweiten Rang. „Die Kroaten waren im Finale besser“, gestand der junge Mann, der jetzt „erst einmal Urlaub macht“.

Eine zu Unrecht weit weniger beachtete WM-Silbermedaille gewann in Chungu der Ribnitzer Marcus Klemp — mit seiner Mixed-Partnerin Anke Mollenthin im LTA- Doppelzweier mit Handicap. Die Bayerin und der 31-Jährige, der an einer Teillähmung der Beine leidet, mussten sich lediglich dem ukrainischen Duo geschlagen geben. Dabei hatten Mollenthin und Klemp vor der WM nicht einmal drei Wochen zusammen trainiert. Beide kannten sich allerdings schon länger — 2009 saßen sie im LTA-Handicap-Doppelvierer, der in Posen WM-Bronze gewann.

Mit dem undankbaren vierten Platz mussten Stephan Krüger vom Olympischen Ruderclub (ROC) Rostock und seinem Berliner Partner Eric Knittel in Chungu vorliebnehmen. Erfolgreicher waren Krügers Vereinskameradinnen Julia Lepke und Ulrike Sennewald, die Ende Mai/Anfang Juni bei der Europameisterschaft im spanischen Sevilla Silber mit dem Deutschen Achter gewannen.

Weiteres Edelmetall sammelte der Nachwuchs aus MV. So saß der Rostocker Theo Kessner (ORC) Anfang August bei der Junioren-WM im litauischen Trakai im „goldenen“ deutschen Achter. Seine Vereinskameradin Frauke Hacker holte in Trakai Bronze im Doppelvierer. Bronze gab es auch für Ole Daberkow (ebenfalls ORC Rostock) im Doppelzweier bei der U 23-EM in Linz, bei der Julia Leiding (RRC) gemeinsam mit Anne Beenken (Saabrücken) auf dem vierten Rang landete. „Wir haben einige starke Nachwuchsleute“, sagte U 23-Trainer René Burmeister. „Und das ist gut so — Konkurrenz belebt das Geschäft.“

B. Ehlers