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Schweriner Volleyballerinnen gewinnen Topspiel

Schwerin Schweriner Volleyballerinnen gewinnen Topspiel

Meister SSC bezwingt Pokalsieger Stuttgart vor 2000 Zuschauern mit 3:0

Schwerin. Nach dem verwandelten Matchball gab es für Felix Koslowski kein Halten mehr. Jubelnd stürmte der Trainer des SSC Palmberg Schwerin auf das Feld, um seine Spielerinnen zu herzen. Die Landeshauptstädterinnen präsentierten sich im gestrigen Topspiel gegen MTV Stuttgart meisterlich. Der SSC gewann den Volleyball-Krimi gegen den Pokalsieger mit 3:0 (35:33, 25:19, 27:25) und verkürzte damit den Rückstand auf den Spitzenreiter auf einen Punkt.

„Der Sieg ist unglaublich wichtig für unsere Psyche und unsere Fans. Jetzt können wir etwas entspannter in den Jahreswechsel gehen“, meinte Koslowski erleichtert.

Die 2000 Zuschauer in der ausverkauften Palmberg-Arena sahen eine hochklassige und spannende Partie. „Das war eines der besten Spiele in der Bundesliga-Saison“, meinte Koslowski.

Auch Gréta Szakmáry war happy. „Wir sind sehr glücklich, das Jahr mit einem Sieg zu beenden. Stuttgart liegt in der Tabelle vor uns. Insofern war der Erfolg umso wichtiger“, sagte die Ungarin.

Knapp eine Woche nach dem Pokal-Aus – der SSC scheiterte in Dresden, die Schwäbinnen verloren überraschend zu Hause gegen Wiesbaden – schenkten sich beide Mannschaften nichts. Sie präsentierten sich stark in der Annahme, aufmerksam im Block und druckvoll im Angriffsspiel. So entwickelten sich tolle Ballwechsel, gespickt mit spektakulären Rettungstaten. Das war Volleyball vom Feinsten.

Im Gleichschritt marschierten beide Mannschaften in Richtung Satzende. Beim 23:24 hatten die Gäste ihren ersten Satzball, doch die Schwerinerinnen wehrten ab und gaben damit das Startsignal für eine dramatische Schlussphase mit mehrfach wechselnden Führungen. Die SSC-Fans hielt es nicht mehr auf ihren Sitzen. Mit rhythmischem Klatschen trieben sie ihre Lieblinge nach vorn. Mit Erfolg. Louisa Lippmann holte zum finalen Schlag aus. Die Volleyballerin des Jahres schmetterte den Ball zum 35:33 in die gegnerische Hälfte. Es war ihr elfter Punkt im ersten Durchgang.

Nicht ganz so spektakulär verlief der zweite Satz. Die Stuttgarterinnen führten 16:14. Koslowski nahm eine Auszeit. „Der Block ist zu passiv“, monierte der Coach, dessen Team sich in der Folgezeit prächtig steigerte. Mit fünf Punkten in Folge zum 19:16 wendeten die Mecklenburgerinnen das Blatt. Damit war der Weg zur 2:0-Satzführung frei.

Ähnlich verlief der dritte Abschnitt. Erneut gerieten die SSC-Damen in Rückstand (7:10) – und wieder schlugen sie eiskalt zurück. Über die Stationen 19:16, 22:17 und 23:22 erspielten sich die Schwerinerinnen zwei Satzbälle. Doch erst der dritte zum 27:25 brachte die Erlösung.

„Der Druck vor dem Spiel war recht groß“, meinte Jennifer Geerties, die beim Pokal-Aus verletzungsbedingt gefehlt hatte. Die Nationalspielerin war „einfach nur froh und glücklich. Der Sieg ist wichtig für das Gefühl.“ Auch ihr Trainer schwärmte. „Das war ein unglaubliches Spiel.“ Ausschlaggebend für den Sieg sei „die Emotionalität der Mannschaft“, urteilte der SSC-Coach.

Stefan Ehlers und Christian Lüsch

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