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Volleyball Sportler machen sich für Beachhalle am Sund stark
Sportbuzzer Sportmix Volleyball Sportler machen sich für Beachhalle am Sund stark
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00:49 06.03.2018
Stralsund

Sie wollen nicht länger im Regen stehen. Beachsportler aus Stralsund kämpfen für eine Halle, in der sie auch im Winter auf Sand Volleyball oder Tennis spielen können. Seit einigen Monaten trifft sich die kleine Arbeitsgruppe regelmäßig und tüftelt am Konzept für eine Beachhalle am Sund. Die Initiatoren haben sich zudem mit der Stadt in Verbindung gesetzt.

Einer von ihnen ist Johannes Hansen. Der Tennis-Sportler spielt seit zwei Jahren nicht nur auf dem Platz, sondern auch am Strand. „Mittlerweile sind wir eine Gruppe von 25 bis 30 Leuten, die sich regelmäßig zum Beachtennis trifft“, sagt er. Auch eine Oberliga gibt es in Mecklenburg-Vorpommern. Um dem Hobby aber nicht nur im Sommer frönen zu können, wünscht sich der Stralsunder eine Halle. Die Idee stieß auch bei seinen Sportfreunden auf Zustimmung.

Doch ein leerstehendes Gebäude haben die Sportler bislang nicht gefunden. Statt einer festen Halle sei auch eine Traglufthalle, nach dem Vorbild in Neustrelitz, vorstellbar. „Dort hat der Tennisverein so eine Halle und die besteht seit zehn Jahren“, so Hansen.

Die Stadt sei der Idee gegenüber aufgeschlossen, könne den Sportlern aber nur bedingt weiterhelfen. „Die Hansestadt selbst verfügt über keine geeignete und leerstehende Halle, die wir zur Verfügung stellen könnten. Sicherlich ist es möglich, auf einem Gelände der Stadt eine Traglufthalle zu installieren“, heißt es auf Anfrage der Ostsee-Zeitung. Diese am Strand aufzustellen, stößt bei allen Beteiligten auf Zustimmung. „Aus unserer Sicht besteht ein großes Nutzungspotenzial“, bestätigt Pressesprecher Peter Koslik. Die Abteilung Schule, Sport und ZGM der Hansestadt bleibe auf jeden Fall mit den Initiatoren in Verbindung.

„Ob eine Traglufthalle kostentragend betrieben werden kann, müssen weitere Untersuchungen zeigen“, erklärt Koslik weiter. Fest steht, dass die Stadt selbst keine Halle aufbauen kann. „Das lässt der Haushalt einfach nicht zu, zumal das Freizeit- und Sportangebot eine freiwillige Aufgabe der Stadt ist. Neue oder zusätzliche Aufgaben dürfen zudem nicht übernommen werden“, sagt er. Die Anschaffungskosten für eine Traglufthalle lägen zwischen 100000 und 150000 Euro, schätzt Johannes Hansen.

Eine Beachhalle müsste sich durch die Nutzung im Winter und Herbst tragen. „Wir können eigentlich nur von Mai bis September draußen spielen“, sagt Dirk Krüger, der sich in gleich drei Volleyballvereinen engagiert.

Allein in Stralsund seien etwa 300 Volleyballer in Vereinen aktiv. „Und es gibt sicher sehr viele, die das nur hobbymäßig machen und die Halle auch nutzen würden“, ist er überzeugt.

Für Urlauber, die Schulen sowie die Hochschule könne das Angebot in der Halle ebenfalls ein Anlaufpunkt sein, meint Johannes Hansen. Das Potenzial in Stralsund und der Umgebung sei sehr groß. „Und es wäre ein Alleinstellungsmerkmal für die Region“, betont Hansen. Die Arbeitsgruppe – zu der auch Steffen Täubrich vom 1. VC Stralsund, Karsten Triebe von der Störtebeker Braumanufaktur, Dörte Sund und Oliver Winkler gehören – könne sich vorstellen, die Halle auch für den Beachhandball und Beachsoccer-Turniere einzurichten.

„Wir wissen, dass noch viel Arbeit vor uns liegt. Auch was die Finanzierung oder einen Betreiber angeht. Aber der Zuspruch von außen bestärkt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagt Dirk Krüger. Und diesen wollen sie weiter gehen. Wer die Sportler unterstützen will, kann sich per Mail unter beachsport-stralsund@posteo.de an die Gruppe wenden.

Manuela Wilk

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