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Volleyball Wildcats holen sich Verstärkung aus der 1. Liga
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00:25 01.06.2018
Stralsund

Die Stralsunder Wildcats machen sich langsam startklar für die neue Saison. „Wir haben unsere Lizenz für die 2. Bundesliga erhalten – ohne Auflagen“, sagt Teammanager Steffen Täubrich. Wirtschaftlich ist der Volleyballverein also in der Lage, eine weitere Saison in der zweiten Liga zu stemmen. „Man muss beispielsweise einen ausgeglichenen Etat vorweisen, um die Lizenz zu erhalten“, erklärt Täubrich.

Zuspielerin Svenja Enning (l.) verlässt den 1. VC Stralsund und geht zurück zum USC Münster – dort darf sie in der 1. Liga auflaufen. Quelle: Foto: Manuela Wilk

Damit in Zukunft noch mehr Zuschauer zu den Spielen der Volleyballerinnen kommen können, hat der 1. VC Stralsund eine Aufstockung beantragt. „Der Brandschutz war schon hier und hat alles geprüft. Sie haben das Okay für die gewünschten 790 Plätze gegeben“, sagt er. Derzeit ist die Diesterweghalle für 490 Zuschauer zugelassen. Was die Fluchtwege und die Sicherheit der Besucher angeht, stehe der Aufstockung nichts im Weg. „Es fehlen aber noch ein, zwei Ämter, die dem zustimmen müssen“, so der Manager.

Spielerisch gibt es auch einige Veränderungen beim 1. VC Stralsund: Die Wildcats wollen sich mit Laura Kurtze, Madleen Piest und Dana Polenz verstärken. Dana Polenz war unter anderem als Kapitänin beim VCO Schwerin aktiv und wird in Stralsund den Block verstärken. Die Sportlerin will ein Studium in Rostock beginnen. Mit Madleen Piest kommt eine erstliga-erfahrene Volleyballerin an den Sund.

„Sie hat auch schon zwei Jahre lang bei uns gespielt, war in Schwerin und eben zwei Jahre bei Erfurt in der 1. Liga“, erzählt Coach Thiel.

Auch mit Laura Kurtze hat sich der 1. VC geeinigt. „Bei ihr hängt es aber noch am Studium. Wenn sie den Platz in Rostock bekommt, spielt sie für uns“, erklärt Thiel. Piest ist gelernte Dialogspielerin, hat aber auch im Außenangriff viele Erfahrungen gesammelt. „Gerade im Angriff machen wir mit dem Trio sportlich noch einen Schritt nach vorn“, ist Trainer André Thiel überzeugt.

Eine Spielerin wird das Stralsunder Team allerdings noch verlassen. Zuspielerin Svenja Enning wechselt zurück zum USC Münster. Dabei hatte die Sportlerin ihren Vertrag bei den Wildcats schon unterzeichnet. „Im Interesse der Spielerin haben wir zugestimmt, sie freizustellen. Svenja hat sich gut entwickelt, und wir wollen sie dabei weiter unterstützen“, erklärt Trainer André Thiel. Das Vorgehen von Münster ist nach seiner Ansicht aber nicht fair. „Der Verein hat uns und auch Svenja damit schon unter Druck gesetzt.“

Die 18-Jährige hat ihre Wahl aber nicht leichtfertig getroffen. „Das Angebot aus der 1. Liga für drei Jahre anzunehmen, war keine leichte Entscheidung. Erst recht keine Entscheidung gegen Stralsund, da ich die nächsten Jahre auch eigentlich schon hier oben geplant hatte. Deswegen bin ich dem VC Stralsund sehr dankbar, dass er mir ermöglicht, die Chance wahrzunehmen“, sagt sie. Die Zuspielerin weiß, was sie den Wildcats zu verdanken hat. „Ohne sie wäre das jetzt gar nicht möglich gewesen. Ich verlasse ein Mega- Team und bin darüber auch traurig. Ich durfte eine Menge lernen und hatte viel Spaß.“

Für den 1. VC heißt das, eine neue Zuspielerin zu suchen. „Wir brauchen eine ambitionierte Sportlerin, die zum Team passt und Lust hat, hier in die Region zu kommen“, so Thiel.

M. Wilk

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