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Williams auf dem Weg zur besten Spielerin aller Zeiten

New York Williams auf dem Weg zur besten Spielerin aller Zeiten

Die 31-jährige Amerikanerin gewinnt mit den US-Open ihr 17 Grand-Slam-Tennisturnier und ist Steffi Graf dicht auf den Fersen.

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Serena Williams freut sich bei jedem Turniersieg immer noch, als wenn es der erste ihrer Karriere wäre.

Quelle: AFP

New York. Die Doping-Kontrolle musste warten, Bill Clinton hatte Vorrang: Nachdem Serena Williams ihren Titel als Königin von Queens mit einem 7:5, 6:7 (6:8), 6:1 im teilweise hochklassigen Finale gegen die Weltranglisten-Zweite Wiktoria Asarenka (Weißrussland) eindrucksvoll verteidigt hatte, gratulierte ihr der ehemalige US-Präsident in den Katakomben des Arthur-Ashe-Stadiums zur Titelverteidigung bei den US Open.

Clinton bewundert an der Nummer eins am meisten, dass sie nie aufgibt. Und die Lust auf historische Erfolge ist der 31-jährigen Williams auch nach ihrem Grand-Slam-Titel Nummer 17 noch nicht abhanden gekommen. Im Gegenteil.

Sogar die 22 Major-Siege von Steffi Graf erscheinen ob der Frische der Amerikanerin, die 1999 als 17-Jährige ausgerechnet in Flushing Meadows ihren ersten großen Coup feierte, nicht mehr unantastbar.

„Ich habe mich nie besser gefühlt und bin begeistert von meinen Möglichkeiten. Ich spiele jetzt einfach weiter und gebe mein Bestes“, meinte Williams und setzte sich keine Grenzen: „Ich weiß nicht, was noch passiert.“

US-Ikone Chris Evert, die wie Martina Navratilova 18 Slams gewonnen hat, glaubt es zu wissen. „Ich denke, Serena wird Steffi Graf überholen. Sie ist schon jetzt die Größte aller Zeiten“, sagte Evert über das Phänomen Williams, das in New York auch in Sachen Preisgeld in neue Dimensionen vorstieß.

Dank der Siegprämie (2,6 Millionen Dollar) sowie einem Bonus für den Gewinn der US Open Series (1 Millionen Dollar) durchbrach Serena Williams als erste Profisportlerin der Welt die 50-Millionen-Dollar-Schallmauer. Sie, die auf heruntergekommenen öffentlichen Courts mit dem Tennisspielen anfing, im Problemviertel Compton nahe Los Angeles, wo ihre Schwester Yetunde vor zehn Jahren erschossen wurde.

Vor gut zwei Jahren dann erlitt Serena eine Lungenembolie, kämpfte sich aber zurück. Doch den entscheidenden Impuls gab ihr Patrick Mouratoglou. Der französische Coach, der der Lebenspartner von Williams ist, führte die Powerspielerin nach ihrem Erstrunden-Aus bei den French Open 2012 zurück in die Erfolgsspur.

Mit Mouratoglou an ihrer Seite hat die fast 32-Jährige 98 von 103 Matches gewonnen — und vier der letzten sechs Grand-Slam-Titel geholt. „Serena arbeitet wie eine 19-Jährige an sich, die ihr erstes Turnier gewinnen will“, berichtete Mouratoglou. Auch Finalgegnerin Asarenka zollte Williams nach der Nervenschlacht über 2:45 Stunden Respekt. „Da gibt es nur ein Wort: Sie ist ein Champion“, sagte die zweimalige Australian-Open-Siegerin über „die vielleicht größte Spielerin aller Zeiten“.

 

OZ

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