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Sportmix Wulschner jubelt über Sieg-Premiere
Sportbuzzer Sportmix Wulschner jubelt über Sieg-Premiere
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00:00 15.05.2017
Zeigten sich beim Pferdefestival in Redefin in Top-Form: Holger Wulschner und BSC Cha Cha Cha. Quelle: Foto: Stefan Lafrentz

. Holger Wulschner hat sich einen Traum erfüllt und erstmals in seiner Karriere den Großen Preis beim Redefiner Pferdefestival gewonnen. Der Springreiter aus Groß Viegeln bei Rostock blieb mit seinem zwölf Jahre alten Holsteiner Hengst BSC Cha Cha Cha gestern im Stechen der mit 50000 Euro dotierten Weltranglistenprüfung fehlerfrei und kam in 39,82 Sekunden als Schnellster ins Ziel. „Ich habe 20 Jahre gebraucht, um hier einmal zu gewinnen. Am letzten Sprung war ich zu dicht dran, aber insgesamt lief alles optimal“, sagte Wulschner.

Der 53-Jährige sicherte sich damit den Löwenanteil von 12500 Euro aus der Gesamtdotierung für den Großen Preis. Entscheidenden Anteil daran trägt seine Frau Astrid. „Ich habe mich früher oft geärgert, weil ich all das, was in ihm steckt, gar nicht abrufen konnte“, so Wulschner. „Andreas Knippling hat mir dann mal geholfen und dann hat meine Frau Cha Cha mal sechs Monate geritten und ich hab ihr zugeguckt und dabei erst begriffen, was Andreas Knippling gemeint hat. Ich wollte immer zu viel. Astrid hat mir dann geholfen, wir haben das oft besprochen.“ Das „Trainerinnen-Salär“ werde jetzt trotzdem nicht verdoppelt, sagt Wulschner, denn: „Meine Frau kann sowieso alles haben, was sie will, das weiß sie auch.“ Hinter dem ehemaligen Derby-Sieger wurde der Niederländer Doron Kuipers auf dem Wallach Charley (0/40,88) Zweiter. Rang drei belegten zeitgleich Kuipers Landsmann Michel Hendrix auf dem Wallach Baileys und Michael Kölz (Leisnig) auf dem Hengst FST Dipylon, die ebenfalls ohne Abwurf blieben und im entscheidenden Umlauf jeweils 41,56 Sekunden benötigten. 

Der dreimalige Derbysieger André Thieme aus Plau am See kam mit seinem Hengst Cupertino ebenfalls ins Stechen, leistete sich aber vier Abwürfe und musste sich mit Rang zehn begnügen. Für das Stechen hatten sich insgesamt elf Paare qualifiziert.  

Tags zuvor hatten die Reiter aus MV auch das erste Hauptspringen auf dem über 200 Jahre alten Landgestüt für sich entschieden. Heiko Schmidt aus Neu-Benthen blieb im Championat auf Chap im Stechen fehlerfrei und lieferte im mit 25000 Euro dotierten Springen in 37,91 Sekunden den schnellsten Ritt ab.  „Chap hat Spaß im Augenblick. Das merkt man. Ich hatte ein gutes Gefühl. Dann riskiert man auch mal etwas mehr“, sagte Schmidt. „Es ist schön, hier vor eigenem Publikum bei dem Flair zu gewinnen.“ Zweiter wurde der Niederländer Michel Hendrix mit Don Diablo (0/38,04) vor Marco Kutscher (Bad Essen) auf dem zwölfjährigen Hengst Caramsin (0/38,15).

Beim ersten internationalen Reitturnier der Saison in MV waren Reiter aus 15 Nationen an den Start gegangen. Auf dem Programm standen insgesamt 29 Spring- und Dressurprüfungen. Der Etat des mittlerweile 17. Festivals belief sich auf 610 000 Euro.

Ergebnisse

Großer Preis der Deutsche Kreditbank AG: 1. Wulschner (Groß Viegeln), BSC Cha Cha Cha, 0 Fehler/39.82; 2. Kuipers (Niederlande), Charley, 0/40.88; 3. Hendrix (Niederlande), Baileys, 0.00/41.56.

Grand Prix Special Dressurprüfung Kl. S***: 1. Burfeind (Hamburg), Fine Spirit 3, 74.281%; 2. Freese (Norwegen), UllrichEquine's St. Emilion, 69.379%; 3. Keller (Luhmühlen), Daintree 3, 68.627% und Wego (Wuppertal), Whitley 2, 68.627%.

Gert Glaner

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