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Hochschulen Erstmals seit 1994 wieder weniger Studienberechtigte
Thema H Hochschulen Erstmals seit 1994 wieder weniger Studienberechtigte
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12:06 06.03.2013
Die Schulzeitverkürzung schlägt sich in den Studierendenzahlen nieder. Foto: Michael Reichel/Archiv
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Wiesbaden

Das waren nach vorläufigen Ergebnissen etwa 1,7 Prozent weniger als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt berichtete.

Als Hauptgrund nannten die Statistiker den starken Rückgang in den Bundesländern Bayern und Niedersachsen. Diese hatten wegen der Schulzeitverkürzung G8 bereits 2011 doppelte Abiturjahrgänge aus den Schulen entlassen. Die Studienberechtigtenquote - also wie viele Jugendliche eines Jahrgangs das Abi bestanden haben - ist noch nicht bekannt.

In vier Bundesländern kehrten zwei Jahrgänge (G8 und G9) der Schule mit der Hochschulreife den Rücken. Das führte im Jahresvergleich zu einem starken Plus der Studienberechtigten in diesen Ländern: In Baden-Württemberg um 32,1 Prozent, in Berlin um 33,2 Prozent, in Brandenburg um 27,9 Prozent und in Bremen um 22,0 Prozent. In Bayern, das bereits im Vorjahr doppelte Jahrgänge verabschiedet hatte, betrug das Minus 33,0 Prozent. In Niedersachsen lag es aus dem gleichen Grund bei 23,9 Prozent.

In den Bundesländern, die weder 2011 noch 2012 doppelte Schulabgänger-Jahrgänge hatten, war die Entwicklung ganz unterschiedlich. Hamburg verbuchte mit 6,6 Prozent den höchsten Zuwachs an Studienberechtigten. Von Rückgängen waren Sachsen-Anhalt (minus 2,6 Prozent) und Sachsen (minus 2,3 Prozent) besonders betroffen. Ursache ist die demografische Entwicklung in Ostdeutschland: Die Zahl der jungen Menschen im Alter von 18 bis 20 Jahren lag um 22 Prozent unter der des Vorjahres.

Die meisten Studienberechtigten (71,1 Prozent) erwarben die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife. Frauen legten erneut die höheren Abschlüsse ab. Sie waren mit 52,3 Prozent in der Mehrzahl. Bei den Absolventen mit Fachhochschulreife betrug er Männeranteil 52,8 Prozent, bei den Abgängern mit allgemeiner oder fachgebundener Hochschulreife aber nur 45,6 Prozent.

dpa

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