Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Infoline Pflanze lockt Spinne als Insektenvernichter an
Thema H Hochschulen Infoline Pflanze lockt Spinne als Insektenvernichter an
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:15 11.04.2018
Die Spinnen nutzen den Glatt-Brillenschötchen, weil sie die schädlichen Insekten vertilgen. Quelle: Anina C. Knauer
Anzeige
Zürich

Ein kleines Gewächs mit gelben Blüten macht sich seine betörende Wirkung auf Spinnen zunutze, wenn es Hilfe bei der Abwehr gefräßiger Insekten braucht.

Wenn das Glatt-Brillenschötchen aus der Familie der Kreuzblütengewächse von Fraßinsekten befallen ist, alarmiert es mit seinem Duft Krabbenspinnen, wie Forscher aus Zürich herausgefunden haben.

Die Pflanzen produzierten in solchen Gefahrenlagen mehr Duftstoffe. Das ziehe die Krabbenspinnen an, die sich als Jäger dann über die Insekten hermachten, berichten Anina Knauer und Florian Schiestl vom Institut für Systematische und Evolutionäre Botanik der Universität Zürich im Fachmagazin „Nature Communications“.

Die Forscher untersuchen die Interaktion zwischen Organismen wie Pflanzen und Tieren. Sie dachten, die Krabbenspinnen schadeten dem Glatt-Brillenschötchen, weil sie nützlichen Bestäubungsinsekten wie Bienen auflauern und sie töten. Tatsächlich kämen weniger Bienen, wenn Krabbenspinnen auf den Blüten des Glatt-Brillenschötchen sitzen, so die Forscher. Aber trotzdem nützten die Spinnen den Pflanzen, weil sie die schädlichen Insekten vertilgten.

Für den Schutz von Ökosystemen sei es wichtig, solche Interaktionen zu kennen, meinte Autor Florian Schiestl. Wenn ein Teilnehmer eines solchen Ökosystems verschwinde könne das unvorhersehbare Folgen haben.

dpa

Mehr zum Thema

Verloren gegangene Fischernetze sind Plastikmüll im Meer, gefährden die Meeresumwelt und über die Nahrungskette auch den Menschen. Ein Projekt untersucht, wie Geisternetze geborgen und recycelt werden können. Die ersten Ergebnisse zeigen: Es ist schwierig.

14.04.2018

Vor 205 Millionen Jahren zogen gigantische Fischsaurier durch die prähistorischen Meere. Die Ichthyosaurier waren bis zu 26 Meter lang und damit etwa so groß wie ein Blauwal.

09.04.2018

Im Frühsommer landen vermehrt kleine, schwarze Käfer in alkoholischen Getränken. Forscher haben herausgefunden, woher die Vorliebe der Insekten für das Rauschmittel kommt.

09.04.2018

Der Biss in die schärfste Chili-Schote der Welt hat einem jungen Mann heftigste Kopfschmerzen eingebracht.

10.04.2018

Im Frühsommer landen vermehrt kleine, schwarze Käfer in alkoholischen Getränken. Forscher haben herausgefunden, woher die Vorliebe der Insekten für das Rauschmittel kommt.

09.04.2018

Vor 205 Millionen Jahren zogen gigantische Fischsaurier durch die prähistorischen Meere. Die Ichthyosaurier waren bis zu 26 Meter lang und damit etwa so groß wie ein Blauwal.

09.04.2018
Anzeige