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Russische Raumfahrt verliert Kontakt zu Satellit für Angola

Neue Panne Russische Raumfahrt verliert Kontakt zu Satellit für Angola

Russland baut einen neuen Weltraumbahnhof, aber die Software zum Ansteuern bleibt die alte. Das sagt zumindest ein Moskauer Vizeregierungschef. Für die russische Raumfahrt bahnt sich unterdessen weiteres Ungemach an.

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Eine russische Sojus-Rakete mit Satelliten an Bord hebt von der Startrampe im neuen Weltraumbahnhof Wostotschny ab.

Quelle: Dmitri Lovetsky/archiv

Moskau/Baikonur. Beim fehlgeschlagenen russischen Satellitenstart Ende November soll die Flugbahnberechnung nicht an den neuen Weltraumbahnhof Wostotschny angepasst gewesen sein. Das sagte der für Forschung zuständige Vizeregierungschef Dmitri Rogosin in Moskau.

„Die Einstellungen waren die für Baikonur. Das Azimut ist nicht berechnet worden“, sagte er der Agentur Tass zufolge. Als Azimut oder Horizontalwinkel wird in Nautik und Geodäsie die Abweichung von der Nordrichtung bezeichnet.

Unterdessen droht der russischen Raumfahrt eine neue Panne. Der Kontakt zum ersten angolanischen Satelliten im Weltall riss Stunden nach dem Start vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ab. Der in Russland gebaute Telekom-Satellit AngoSat war mit einer Zenit-Trägerrakete ins All geschossen worden.

Zunächst habe der Satellit störungsfrei Signale gesendet, sagte ein Sprecher in Baikonur. „Doch dann ging die Verbindung verloren, es kamen keine telemetrischen Daten mehr an.“ Experten hofften aber, den Kontakt doch noch wieder herstellen zu können. AngoSat soll Fernsehen und andere Telekom-Dienste in Angola und im Süden Afrikas übertragen.

Wegen des abgestürzten Wettersatelliten hatte sich Rogosin bereits heftige Kritik von Ministerpräsident Dmitri Medwedew anhören müssen. Für den nach langer Verzögerung in Betrieb genommenen Weltraumbahnhof Wostotschny war es erst der zweite Start, und auch beim ersten hatte es schon Probleme gegeben.

Von einem Fehler der Steuersoftware hatte Mitte Dezember auch der Chef der Raumfahrtbehörde Roskosmos, Igor Komarow, gesprochen. Er sagte aber, dass die Software seit 20 Jahren für so unterschiedliche Startplätze wie Baikonur, Plessezk oder Kourou funktioniert habe.

dpa

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