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Grimmen Aus dem Jugendblasorchester in die weite musikalische Welt
Thema Specials Helfen bringt Freude Grimmen Aus dem Jugendblasorchester in die weite musikalische Welt
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00:01 11.12.2017
Steffen Dillner mit einigen seiner Schüler. Ebenso wie sein Vater einst, ist er heute Lehrer an der Grimmener Musikschule. FOTOS (2): RAIK MIELKE
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Grimmen

Bei der diesjährigen OZ-Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“ wird mit Ihren Spenden die Nachwuchsarbeit im Grimmener Jugendblasorchester unterstützt. Seit Jahrzehnten gibt es den Klangkörper und durch eine hervorragende Jugendarbeit sind aus dem Klangkörper in dieser Zeit dutzende Berufsmusiker hervorgegangen. Einer von jenen ist der heute 40-jährige Steffen Dillner.

Steffen Dillner (40) lernte im Grimmener Klangkörper, die Klarinette zu spielen

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Jugendblasorchester Grimmen

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Inzwischen ist der Rostocker an der Grimmener Musikschule als Lehrer für Klarinette, Saxophon und Blockflöte tätig und ist damit in die Fußstapfen seines Vaters Karl-Heinz Dillner getreten. Dieser war einst Gründungsmitglied des Grimmener Klangkörpers, arbeitete zudem als Berufsmusiker und unterrichtete später an der Musikschule. „Man kann definitiv sagen, dass ich einen ähnlichen Weg wie mein Vater gegangen bin. Was man ganz bestimmt sagen kann ist, dass mein Weg durch sein Wirken schon vorbestimmt war“, sagt der sympathische Mann.

Im Alter von acht Jahren beginnt Steffen Dillner Blockflöte zu spielen, ein Jahr später wechselt er zur Klarinette. „Bei uns zu Hause wurde immer gespielt und von daher war es abzusehen, dass ich früher oder später auch beginne, ein Instrument zu erlernen“, erzählt er.

Schnell bemerken die Grimmener Lehrer sein Talent. „Ab der fünften Klasse bin ich einmal in der Woche mit dem Bus nach Rostock ans Konservatorium gefahren und habe dort Einzelunterricht bekommen. Die Strukturen waren damals gigantisch und die Förderung, wie noch heute im Grimmener Jugendblasorchester, ausgezeichnet“, betont er.

Nach der Schulzeit verlässt Steffen Dillner dann das Grimmener Jugendblasorchester und beginnt ein Musik-Studium in Leipzig, ein Aufbaustudium folgt danach in Lübeck. „Meine erste professionelle Station war dann das Landestheater Eisenach“, verrät und beschreibt: „Die Bewerbung für solch eine Stelle ist schon eine sehr knifflige Angelegenheit. Zu den Vorspielen kommen pro Instrument schon mal 30 Bewerber.“

Zudem gründet Steffen Dillner mit Studienfreunden das „Arirang-Quintett“, welches bis heute eine international gefragte Gruppe ist. „Ich kann eigentlich sagen, dass wir bis auf Australien nahezu die gesamte Welt bereist haben“, sagt er stolz und spricht von Erfahrungen, die ihm nur die Musik geben konnte. Heute ist Steffen Dillner passionierter Lehrer an der Grimmener Musikschule: „Ich versuche, meine Erfahrungen an die jungen Leute weiter zu geben“, sagt er. Zudem fungiert er im gesamten Nordraum als Ersatzspieler für bekannte Orchesterbesetzungen und nimmt an diversen Musikprojekten, wie der Dresdner Festspielwoche, teil.

Raik Mielke

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