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Gegenwart „Alles geht vorbei, nur die Ostsee-Zeitung bleibt“
Thema Specials OZ-Jubiläum Gegenwart „Alles geht vorbei, nur die Ostsee-Zeitung bleibt“
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00:00 13.05.2017
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Rostock

Dass die OSTSEE-ZEITUNG „Heimat bringt“, wusste Beatrice Keßling. Aber mit einem Mann, ihrer Traumwohnung und ihrem Hobby hat sie wohl kaum gerechnet, als die 65-Jährige im Jahr 2000 ihr Abo abschloss.

Ihr Glück hat die Zahnärztin unter anderem in den Annoncen gefunden: „Im Jahr 2004 habe ich die Anzeige einer Chorleiterin entdeckt, die neue Mitglieder gesucht hat.“ Dem Chor habe sie sich angeschlossen und sich bis zum März dieses Jahres dort engagiert. „Nun hat sich der Chor leider aufgelöst“, bedauert Beatrice Keßling.

Doch es ist nicht nur das Hobby der Zahnärztin, das seinen Ursprung in der OSTSEE-ZEITUNG hat. 2005 lernt die Doktorin durch einen Artikel der OZ auch noch einen Mann kennen. „Daraus entstand eine zehnjährige sehr harmonische Beziehung“, sagt die Medizinerin. Gemeinsam mit ihrem Partner findet sie auch ihre Traumwohnung in den Annoncen der OSTSEE-ZEITUNG. „Die lag im Rostocker Stadthafen. Ich habe sie besichtigt und gleich unterschrieben“, beschreibt die gebürtige Dresdnerin.

Bis 2015 lebt sie mit ihrem Lebensgefährten in der Wohnung, dann gehen die beiden getrennte Wege und ein Jahr darauf muss Beatrice Keßling wegen Eigenbedarfs der Vermieter auch ein neues Zuhause finden. „Alles geht vorbei, nur die OSTSEE-ZEITUNG bleibt“, sagt Beatrice Keßling und lacht.

Inzwischen hat sie in Warnemünde eine Wohnung gefunden und singt wieder in einem Chor. Wenn etwas vorbeigeht, findet die Großmutter Trost bei ihrer Familie. Auch ihr Enkelkind Paul liest gerne die OZ, wenn er seine Oma besucht. Als Fünfjähriger habe er unter anderem einen Artikel über den Zirkus Fantasia im Rostocker Stadthafen mit dem Hinweis auf eine Aufführung gefunden. „Das Stück ,Hänsel und Gretel' stand auf dem Programm und Paul wollte unbedingt hin“, erinnert sich Keßling. Zwar durfte er selbst nicht Gretel bei der Befreiung von Hänsel helfen, sondern zwei andere Jungen, doch dafür inspirierte die Szene seine Oma zu einer Kurzgeschichte. Noch heute animiert sie den jetzt Zwölfjährigen, in der OZ Veranstaltungen zu suchen.

Tobias Bruns

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