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Mit Nordbrief geht die Post ab!

Rostock Mit Nordbrief geht die Post ab!

OZ–Service expediert 30 Millionen Sendungen im Jahr

Rostock. Der Regen trommelt ohne Unterlass auf das Wellblechdach über dem Hof der OSTSEE-ZEITUNG. Während Passanten sich unter Regenschirmen vor dem Niederschlag zu schützen versuchen, schwingt sich Christian Koch auf sein Rad. „Ich bin da recht schmerzfrei“, sagt der 34-Jährige, setzt sich die Kapuze seines blauen Regenmantels auf und startet mit seinen Briefen und Katalogen die heutige Tour. Auf 13,5 Kilometer muss er die Post in Rostocks Innenstadt und dem Stadtteil Kröpeliner-Tor-Vorstadt verteilen. „Da brauche ich kein anderes Fitness-Programm mehr“, scherzt der Rostocker.

 

OZ-Bild

Bei jedem Wetter unterwegs: Christian Koch aus Rostock trägt seit gut einem Jahr die Post bei Nordbrief in der Hansestadt aus.

Quelle: Foto: A.–c. Schneider

Koch ist einer von 973 Zustellern im Verbreitungsgebiet der OSTSEE-ZEITUNG, die Sendungen für Nordbrief austragen. Egal ob zu Fuß, per Rad oder mit dem Auto – im Normalfall stecken sie Briefe und Postkarten der Kunden einen Tag nach Aufgeben in die Briefkästen im Norden. Geht eine Sendung in den Süden Deutschlands, leitet Nordbrief diese in einem Verbund weiter. Das Verschicken dauert dann zwei Tage.

Damit die Sendungen schnellstmöglich den Empfänger erreichen, landet jeden Tag die zu verschickende Post zwischen 16 und 18 Uhr auf den Höfen der beiden Standorte des Postservices in Lübeck und Rostock. Neben den Korrespondenzen der 2400 gewerblichen Kunden gehören dazu auch die Briefe und Postkarten aus den 207 blauen Nordbrief-Briefkästen.

In Rostock angekommen, werden die Sendungen von 35 Produktions-Mitarbeitern im System erfasst, sortiert und dem jeweiligen Zustellungsgebiet zugeteilt. „Jede Sendung wird dabei von den Kollegen in die Hand genommen“, erklärt Produktionsleiter Andreas Gerlach. „Im vergangenen Jahr haben wir so 30 Millionen Sendungen verschickt.“ Das sei eine Steigerung von etwa sieben Prozent im Vergleich zu 2015.

2009 übernahm die Lübecker Nachrichten GmbH / Ostsee-Zeitung GmbH die damalige Ostsee Post und firmierte sie in die Nordbrief Rostock GmbH um. „Wir punkten bei unseren Kunden vor allem damit, dass wir eine kostengünstigere Alternative zur Deutschen Post sind und unsere Sendungen jederzeit verfolgt werden können“, erklärt Gerlach. 65 Cent kostet beispielsweise ein Standardbrief.

Ann-Christin Schneider

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