Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -3 ° Schneeregen

Navigation:
Wismar: Welterbe und Werft im Aufbruch

Wismar Wismar: Welterbe und Werft im Aufbruch

In der Lokalredaktion ist die Frauenquote hoch / Das Team kümmert sich um die alte Hansestadt und das Gebiet von Hohenkirchen bis Neukloster

Freuen sich, dass sie auch mal mit dem Redaktionsfahrrad durch die Stadt fahren können: die Reporterinnen Haike Werfel, Sylvia Kartheuser, Nicole Buchmann, Sekretärin Elke Gunia, Redaktionsleiterin Kerstin Schröder und Petra Hoop aus dem Servicecenter.

Quelle: Foto: Nicole Gädtke

Wismar. Die Frauenquote ist top in der Lokalredaktion Wismar. Heiko Hoffmann ist seit zwei Monaten der einzig verbliebene Redakteur. Er nimmt es gelassen und freut sich auf viel Aufmerksamkeit. „Unsere Frauen sagen immer, dass ich jetzt der Hahn im Korb sei. Ich freue mich auf die Taten“, lacht der Wismarer, der noch nie ein Problem damit hatte, mit vielen Frauen zusammenzuarbeiten.

 

OZ-Bild

Die Frauen sagen, ich sei jetzt der Hahn im Korb. Heiko Hoffmann, Redakteur in der Lokalredaktion Wismar

Seine Leidenschaft für den Sport, vor allem für Handball, findet sich in vielen Geschichten im Lokalteil der OSTSEE-ZEITUNG wieder. Außerdem ist er ein Experte für die Wismarer Stadtpolitik und für Poel. Auf der Insel kennt sich Heiko Hoffmann bestens aus. Viele Dorfbewohner hat er schon besucht, die Raps-Königinnen interviewt und ist mit den Ausflugsdampfern hinausgefahren. Genau das ist die tägliche Arbeit der Lokalredakteure: das Leben in der Region widerspiegeln.

Vier Redakteurinnen hat Heiko Hoffmann an seiner Seite. Gemeinsam bestücken sie täglich vier Seiten mit Geschichten und Fotos aus einer ziemlich großen Region. Die reicht von der Gemeinde Hohenkirchen im Westen bis zur Stadt Neukloster im Osten und von der Insel Poel im Norden bis nach Bad Kleinen im Süden. Insgesamt landen dort täglich rund 15000 OSTSEE-ZEITUNGEN in den Briefkästen.

Zuständig für die Bereiche Wismar, Dorf Mecklenburg und Umgebung ist Redakteurin Haike Werfel. Sie ist vor Ort, wenn bekannte Schauspieler wie Gojko Mitic zu Gast sind, Bauprojekte geplant und umgesetzt werden oder es Probleme in den Dörfern gibt. „Wir haben ein offenes Ohr für die Sorgen unserer Leser. Wenn wir helfen konnten, freut uns das besonders“, sagt sie.

Sylvia Kartheuser kümmert sich um die Bereiche Neukloster und Neuburg. Sie interessiert sich sehr für die Geschichten alter Gebäude, egal ob Bauernkate oder Gutshaus, und hat deshalb die Serie „Die Denkmal-Retter“ ins Leben gerufen. Darin stellt sie Menschen vor, die alte Häuser vor dem Verfall schützen und sanieren: „Das Spannendste daran und überhaupt an unserem Beruf sind aber die Begegnungen mit den Menschen“, sagt sie. Das war für die gebürtige Hamburgerin auch der Hauptgrund, von Design auf Journalismus umzuschwenken.

Neu im Wismarer Redakteursteam ist Michaela Krohn. Sie hat sich auf den Landkreis Nordwestmecklenburg spezialisiert und packt Themen an, die für viele Orte interessant sind. Unterstützt werden die Festangestellten durch einige freie Mitarbeiter. Sie sind eine wichtige Stütze in der täglichen Redaktionsarbeit – wie Nicole Buchmann. Sie kümmert sich um Wismars Stadtpolitik und soziale Brennpunkt-Themen. Insbesondere der Umgang mit den Flüchtlingen in der Stadt liegt ihr sehr am Herzen.

Jeden Tag suchen die Reporter aufs Neue das Gespräch mit den Einheimischen und Urlaubern. Außerdem geben sie Tipps, wo Konzerte stattfinden, welche musikalischen Höhepunkte es in der Region gibt und wie man sich bei schlechtem Wetter die Zeit vertreiben kann.

Redaktionsleiterin ist seit zwei Monaten Kerstin Schröder. Sie möchte noch mehr Wirtschaftsgeschichten in die Lokalzeitung bringen. Denn: „Wismar ist ein wichtiger Wirtschaftsstandort in MV, und für die Werft gibt es mit Genting jetzt einen neuen Aufbruch“, sagt sie. 2015 habe es in der Hansestadt 17526 Arbeitsplätze gegeben. Das entspricht gemessen an den Einwohnern im erwerbsfähigen Alter von 15 bis 65 Jahren einer sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatzdichte von 665 Jobs je 1000 Personen: „Das ist eine Erfolgsgeschichte. Für die haben kleine und große Unternehmen gesorgt. Wie die sich entwickelt haben und warum sie sich gerade die Welterbe-Stadt Wismar als Firmensitz ausgesucht haben, das möchte ich unseren Lesern erzählen.“

OZ

Mehr aus Gegenwart
Sonderausgabe als E-Book