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Interaktiv Frage des Geschmacks?
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00:21 19.04.2018
Von Juliane Lange

Leben und leben lassen. Wenn es doch so einfach wäre. Graffiti spaltet die Geschmäcker, nicht zuletzt die Gemüter: Schön oder nicht schön?, das ist hier die Frage. In den Straßen der Städte, so auch in Rostock, finden sich Schriftzüge, Bilder, Statements. Street Art – die Kunst im öffentlichen Raum – ist weit verbreitet. Im Gegensatz zu Graffiti überwiegt bei dieser Kunstform oft der Bildteil, nicht das kunstvolle Schreiben oder Malen des eigenen Namens. Es ist eine Mischung aus Kunst und politischem Statement: Sie setzt sich ein für eine alternative Meinung im urbanen Raum. Dass sie irritiert, ist kein Wunder. Jene Irritation ist gewollt. Ahnungslose Spaziergänger, die von A nach B schlendern, sollen ihre Umwelt intensiver wahrnehmen, so das Ziel der Aktivisten.

Vor gut 30 Jahren noch sorgten die ersten Graffitisprüher in den New Yorker U-Bahnen für Empörung. Heute sind die bunten Schriftzüge ein vertrauter Anblick. Auch in deutschen Großstädten ist das Phänomen längst angekommen. Vielfach bleiben die Werke dennoch unbeliebt und höchst umstritten – gerade bei illegal aufgebrachten. Es gibt nicht wenige Beobachter, die diese Art von Kunst als Schmiererei abtun. Im September 2005 verabschiedete der Bundestag eine Erweiterung des §304 des Strafgesetzbuches. Seither fallen strafrechtlich gesehen nicht nur gesprühte Graffiti unter den Tatbestand der Sachbeschädigung. Das neue Gesetz erlaubt es auch, Street Art als „gemeinschädliche Sachbeschädigung“ zu verfolgen, wenn sie das Erscheinungsbild einer Sache „nicht nur unerheblich und nicht nur vorübergehend verändert.“ Für unsere Seite-3-Story haben wir zwei Rostocker Jungs aufgetan, die sprayen und so offen waren, uns ihre Sicht zu schildern. Nach der Lektüre kann man sich entscheiden – für den Zu- oder Widerspruch.

OZ

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