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Olafs Scherze und Rudolfs Koteletten

Olafs Scherze und Rudolfs Koteletten

Was alles so auf den Bildschirm kommt ... von Psycho-TV bis zum 3sat-Geschichtsunterricht

„Fahrradfahren ist eigentlich veganes Reiten.“ Das war mal wieder ein schönes Bonmot von Olaf Schubert, für solche Scherze ist der Dresdner immer wieder eine sichere Quelle. Das Ganze spielte sich in der Show „Olaf macht Mut“ (ARD, 11. Mai, 23.30 Uhr) ab, eins von den inzwischen sehr zahlreichen Schubert-Formaten im TV, diesmal im Stil einer Late Night Show. Bemerkenswert war auch der Sidekick (in dieser Sendung allerdings als Beisitzer bezeichnet), den der gute Olaf dabei hatte, das war nämlich Julius Fischer, mit dem sich interessante Wortwechsel ergaben. Und das war auch wichtig unter dem Gesichtspunkt der Comedy-Nachwuchsgewinnung. Da bahnt sich vielleicht ein Generationswechsel an, denn Olaf Schubert steuert zügig auf seinen 50. Geburtstag zu. Das dazugehörige Älterwerden war auch das Thema der Show vom 11. Mai. Von „Olaf macht Mut“ gibt es bislang vier Folgen, die allesamt in der ARD-Mediathek liegen.

„Raus aus dem Zwang“ (Kabel 1, 16. Mai, 20.15 Uhr) ist eines von diesen ganz schwierigen, mal salopp gesagt, Psychoformaten. Und der Zwang, der hier gemeint ist, ist die ungezügelte Sammelwut, beziehungsweise das Messietum. Hier werden Messies mit Putzfanatikern zusammengebracht, in diesem Fall waren das Concetta (putzt die Wohnung dreimal täglich) und Helmut (putzt überhaupt nicht). Was ist nun schwieriger: Jemanden dazu zu bewegen, etwas weniger die Wohnung zu wienern oder dazu, überhaupt mal zu wienern. Schwieriger zu kurieren ist eindeutig das Zweite, also das Vermüllungssyndrom. Es gab bereits unzählige TV-Sendungen zu diesem Thema, aber Kabel 1 hat sich mit erstaunlich viel Fingerspitzengefühl dem Thema genähert und den Leuten ihre Würde gelassen.

Großer Geschichtsunterricht wieder mal auf 3sat: „Mythos Habsburg“ hieß es dort am 14. Mai den ganzen Tag lang, darin enthalten war auch der Zweiteiler „Kronprinz Rudolf“ (21.55 Uhr sowie 23.25 Uhr) enthalten. Es ging um Österreich-Ungarns tragischen Thronfolger (1858-1889). Der 2006 gedrehte Historienschinken spielte sich entweder bei Hofe von Kaiser Franz Joseph I., in den Gassen von Wien oder in den Bordellen Österreich-Ungarns ab. Eine ziemliche Verkürzung des Lebenswelt von Kronprinz Rudolf. Und ganz nebenbei: Der Kronprinz ließ sich um 1886 riesige Koteletten stehen, fast so groß die wie von Mungo Jerry 1970. Erstaunlich für jene Zeit.

OZ

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