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00:01 08.03.2018

Es war wohl eine der brisantesten TV-Diskussionen in diesem Jahr. Die Talkshow „Maischberger“ (ARD, 28. Februar, 22.45 Uhr) hatte ein Thema gewählt, das auch selbstzerstörerische Kräfte entfalten könnte: „Wozu brauchen wir noch ARD und ZDF?“ Mit dieser selbstkritischen Fragestellung wurde den Kritikern des Öffentlich-rechtlichen Rundfunksystems ein bisschen den Wind aus den Segeln genommen. Die dazu eingespielten Zuschauermeinungen machten aber überdeutlich, wie viel Unmut sich im Fernsehvolk inzwischen angestaut hat. Zu teuer, zu einseitig, zu staatsnah, zu groß, zu mächtig, zu ineffizient – von den hier diskutierten Mängeln der Öffentlich-Rechtlichen profitiert offenbar die AfD, die auf der Empörungswelle vieler Gebührenzahler reiten kann. Auch mit dieser politischen Tragik konnte man sich dabei vertraut machen. Eine teilweise konfuse Diskussion, aber vielleicht ein Anfang für eine mögliche Neubesinnung. Das ganze Stück plus „Weltspiegel extra“ gibt’s noch in der ARD-Mediathek.

Ein interessantes Forschungsprojekt: „Zurück im Osten: Was ist in meiner Heimat los?“ (NDR Fernsehen, 6. März, 21.15 Uhr) – das fragte sich NDR-Journalistin Birgit Wärnke und fuhr in ihr Heimatdorf, ins brandenburgische Groß Kreutz. Dort herrscht eine gewisse „Flüchtlingsskepsis“ – auf diese Sprachregelung konnte sich die Reporterin mit ihren Gesprächspartnern einigen. Genau, hohe AfD-Wahlergebnisse im Osten waren wohl Grund für die Reise. Auf den Tisch kam schließlich die DDR-Vergangenheit von Land und Leuten – und mit diesem Ergebnis wurde die Forschungsreise ganz fix abgeschlossen. Anrührend war jener Moment, als die NDR-Journalistin mit ihrem Vater schweigend beim Angeln saß – da hing offenbar viel Unausgesprochenes in der Luft. Am Ende stieg die Reporterin in ihren Volvo und fuhr wieder zurück nach Hamburg.

Wer aber rein gar nichts mit dem aktuellen Zeitgeschehen zu tun haben will, der schaut sowas wie „Traut euch! In 12 Stunden zum Altar“ (RTL2, 6. März, 20.15 Uhr). Da wird einem potenziellen Ehepaar eine Menge Geld (15000 Euro!) geboten, damit sie innerhalb von zwölf Stunden ihre Hochzeit hinter sich bringen. Hier waren es Evgenia und Attila, die sich für dieses Sozialexperiment hergaben. Tja, viel Geld gespart! Jetzt hat das Paar dazu noch ein zweistündiges RTL2-Hochzeitsvideo, das das Ereignis dokumentiert. Und nochmal Geld gespart.

OZ

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