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Zeitreisen mit Mehrwert

Zeitreisen mit Mehrwert

Was alles so auf den Bildschirm kommt ... Entdeckungen im alten und im neuen Jahr

Ist eine Neujahrsansprache, die zu Silvester ausgestrahlt wird, nicht eher eine Silvesteransprache? Wenn nicht, könnte man diese Rede lieber am Neujahrstag senden. Das Feiertagsprogramm kennt allerlei Rituale, zu denen auch Politiker auf den Bildschirm drängen. So wie „Weihnachten mit dem Bundespräsidenten“ (ZDF, 24. Dezember, 18 Uhr), ein Personality-Format, das man eher in einer konstitutionellen Monarchie vermutet. „Johannes B. Kerner begrüßt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und First Lady Elke Büdenbender zu einem festlichen Weihnachtskonzert in der Marienbasilika Kevelaer“, hieß es in der ZDF-Sendungsbeschreibung. Damit hatte Frank-Walter Steinmeier also seinen ersten Auftritt in dieser Runde: Eine musikalische und durchchoreografierte Feierstunde, deren Höhepunkt immer dann ist, wenn Kinder mit brennenden Kerzen in die Kirche einziehen und die Kerzen der Würdenträger und anderer Anwesender anzünden. Das ZDF hält diese kuriose Feierstunde noch bis 23. Januar in der Mediathek bereit.

Langsam normalisiert sich der TV-Alltag wieder, auch das weihnachtliche Spielfilmgewitter ist abgeflaut. Und Anfang Januar standen zwei TV-Jubiläen auf dem Programm: Die „Tagesthemen“ und das „Heute-Journal“ feierten jeweils ihren 40. Geburtstag. Das muss für die ARD ein bisschen überraschend gekommen sein, denn neben der „Tagesthemen“-Jubiläumssendung wurde der Zusammenschnitt „Können Sie mich hören? Das Beste aus 40 Jahren Tagesthemen“ (ARD, 2. Januar, 0.50 Uhr) zusätzlich ins Programm genommen.

Dies war eine Reise in eine Nachrichtenvergangenheit, als es andere Themen gab, aber auch eine andere Präsentation – mit weniger Meinung und dafür mit mehr Fakten. Das gilt noch stärker für das „Heute-Journal“, darum war diese Zeitreise sehr interessant.

Die Qualität von Arte dagegen bleibt recht stabil, was sich im neuen Jahr mit gleich zwei feinen Dokus erwies: „Die Rose von Tirana“ (2. Januar, 22.15 Uhr) und gleich danach „Herr von Bohlen privat“ (2. Januar, 23.25 Uhr). Das erste war die Geschichte von Géraldine von Apponyi (1915-2002), die einst Königin von Albanien war. Und das andere war das spielfilmartig nachinszenierte Leben des Krupp-Nachfahren Arndt von Bohlen und Halbach (1938-1986). Beides spannend gemachte Sendungen – und eine Woche lang noch in der Arte-Mediathek verfügbar.

OZ

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