Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Multimedia Alphabet investiert groß beim Uber-Rivalen Lyft
Thema Specials OZelot Multimedia Alphabet investiert groß beim Uber-Rivalen Lyft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:31 20.10.2017
Lyft ist bisher nur in den USA aktiv. Quelle: Paul Sancya
Anzeige
San Francisco

Die Google-Mutter Alphabet bringt mit einer massiven Investition beim Uber-Rivalen Lyft neue Spannung in den harten Konkurrenzkampf der Fahrdienst-Vermittler.

Alphabets Investmentarm CapitalG führt eine Finanzierungsrunde an, die Lyft eine Milliarde Dollar in die Kasse spült. Insgesamt wurde die Firma von Geldgebern dabei mit elf Milliarden Dollar bewertet, wie Lyft am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte.

Damit hat Lyft seinen Wert stark gesteigert, bleibt aber weit hinter dem großen Rivalen Uber. Der krisengeschüttelte Konkurrent arbeitet gerade an einem Investment vom japanischen Technologiekonzern Softbank zur bisherigen Bewertung von 69 Milliarden Dollar.

Lyft ist bisher nur in den USA aktiv. Die Firma konnte dort ihren Marktanteil deutlich erhöhen, während Uber in eine Führungskrise nach Vorwürfen von Diskriminierung und Missmanagement schlitterte. Lyft denkt laut Medienberichten auch über eine raschere internationale Expansion nach, vor allem in London, wo Uber das Aus droht.

Im Zuge der Finanzierungsrunde rücken Alphabet und Lyft enger zusammen - CapitalG-Partner David Lawee erhält einen Platz im Verwaltungsrat. Die Google-Schwesterfirma Waymo, bei der Alphabet die Entwicklung selbstfahrender Autos gebündelt hat, kooperierte bereits mit Lyft.

Pikant macht die Investition, dass Alphabet über den CapitalG-Vorläufer Google Ventures auch ein bedeutender Investor bei Uber ist. Das Verhältnis verschlechterte sich jedoch, weil der damalige Uber-Chef Travis Kalanick Konkurrenz von Google befürchtete.

Er forcierte deshalb auch die Entwicklung hauseigener Roboterwagen-Technologie und engagierte einen führenden Entwickler von Googles Roboterwagen-Technologie, Anthony Levandowski. Dies handelte Uber jedoch eine Waymo-Klage ein, weil Levandowski in großem Stil vertrauliche Unterlagen mitgenommen haben soll. Uber bestreitet, dass diese Informationen den Fahrdienst-Vermittler erreicht hätten. Der Prozess soll im Dezember beginnen.

dpa

Mehr zum Thema

Das versenkbare Hardtop war nicht viel mehr als eine Mode. Weil sich die Hersteller wieder der reinen Roadster-Lehre besinnen und die Konstruktionen immer besser werden, kehren sie zusehends zum konventionellen Stoffdach zurück.

17.10.2017

Ford hat schon Golf gespielt, als bei VW noch der Käfer krabbelte. Denn sieben Jahre vor dem Golf ging zum Jahreswechsel 1967/1968 in Köln der kompakte Escort ins Rennen. Der Start war holprig, aber die Karriere steil.

17.10.2017

Zuverlässig und ausreichend Platz: Der Ford B-Max erfüllt viele wichtige Kriterien eines Vans. Einzig Schwächen bei der Haltbarkeitsdauer der Batterie und im Schaltgetriebe vermiesen den sehr positiven Gesamteindruck.

17.10.2017

Die Experten vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik schlagen Alarm. Zur Weltklima-Konferenz Anfang November in Bonn könnten Hacker vermehrt Webseiten der Teilnehmer attackieren, warnen sie. Die Cyber-Kriminellen seien auch in der Lage, dort falsche Botschaften zu platzieren.

19.10.2017

Ein leeres Hafenviertel im kanadischen Toronto soll schon bald zum technologischen Hot-Spot werden. „Sidewalk Labs“, ein Unternehmen der Google-Mutterfirma „Alphabet“ plant hier ein Wohngebiet der Zukunft. Doch nicht nur Daten sollen darüber entscheiden, welche Formen die moderne „Internetstadt“ annehmen wird.

18.10.2017
Multimedia So richten Sie Anruftöne ein - Mehr als nur ein Klingeln

Früher setzten Handynutzer auf individuelle Töne, heute klingt fast jedes Smartphone gleich – dabei lässt sich das ganz einfach ändern.

18.10.2017
Anzeige