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Multimedia Bessere Videotelefonie: Facebook präsentiert Portal
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10:29 09.10.2018
Portal soll die Videotelefonie vereinfachen. Quelle: Facebook/AP
Menlo Park

Mit zwei neuen Geräten will Facebook Videotelefonie einfacher machen. Dafür hat der Konzern die Produkte Portal und Portal+ entwickelt, die eine Kombination aus Bildschirm, Webcam und Smart Speaker sind. Die auffälligste Funktion ist, dass der Fokus des Bildausschnitts stets auf den Gesprächspartnern bleibt, wenn sie sich beim Telefonieren im Raum bewegen.

Kommt ein weiterer Mensch hinzu, wird er automatisch mit ins Bild gefasst. In Portal ist außerdem die Amazon-Alexa-Technologie eingebaut, man kann unter anderem mittels Spotify oder Pandora Musik abspielen sowie auf dem Bildschirm beispielsweise Facebook Watch sehen.

Portal und Portal +

Portal ist nicht das erste Hardware-Produkt von Facebook. Der Social-Media-Konzern hat mit Oculus bereits verschiedene VR-Brillen auf den Markt gebracht – zuletzt die Oculus Quest. Doch die Portal-Produkte sind die ersten, die unter dem Facebook-Markennamen beworben werden.

Es gibt sie in zwei Ausführungen, die sich vor allem in der Größe des Bildschirms und den Lautsprechern unterscheiden. Portal hat ein 10-Zoll-Display mit einer Auflösung von 1280 mal 800 Pixeln sowie zwei Breitbandlautsprecher. Das größere Portal+ verfügt über einen 15 Zoll großen Full-HD-Screen (1920 mal 1080 Pixel), der sich im Hoch- oder Querformat platzieren lässt. Musik und Sprache spielt Portal+ über zwei Hochtonlautsprecher sowie eine Bassbox ab. Beide Modelle verfügen über eine Kamera mit zwölf Megapixeln.

Portal (links) und Portal+ gibt es in den Farben Weiß und Schwarz. Quelle: Facebook/dpa

Hat Facebook noch genügend Vertrauen?

Portal und Portal+ kommen im November auf den Markt – vorerst allerdings nur in den USA. Die Preise liegen bei 199 US-Dollar für Portal und 349 US-Dollar für Portal+. Doch die entscheidende Frage dürfte sein: Vertrauen die Menschen Facebook noch genug, um Portal in ihre Häuser und Wohnungen zu lassen?

Facebook hatte die Präsentation von Portal schon einmal verschoben – wegen des Datenskandals um Cambridge Analytica. Wie Bloomberg damals berichtete, war die Empörung der Öffentlichkeit über die Datenschutzpraktiken von Facebook ein Grund dafür, dass Portal nicht auf der Entwicklerkonferenz im Mai vorgestellt wurde. Doch viel besser scheint der derzeitige Präsentations-Zeitpunkt auch nicht zu sein. Schließlich findet sich Facebook gerade mitten in der Aufarbeitung eines Hacks, bei dem sich Unbekannte Zugriff auf rund 50 Millionen Nutzer-Konten verschaffen konnten.

Facebook ist sich dieses Problems bewusst. Die Portal-Geräte haben zum Beispiel ein Cover, mit dem sich die Kamera verschließen lässt. Kamera und Mikrofon sollen sich mit einem einzigen Tap ausschalten lassen. Außerdem verspricht Facebook, dass die Videoanrufe nicht belauscht, aufgezeichnet oder beobachtet werden.

Von asu/dpa/RND

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