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06:40 27.04.2016
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Cupertino

Bei den mit Spannung erwarteten Geschäftszahlen von Apple gehen Analysten erstmals von einem Rückgang der iPhone-Verkäufe im Jahresvergleich aus.

Als ein Auslöser gelten die wirtschaftlichen Turbulenzen in China, einem wichtigen Markt für Apple, in dem Konzern zuletzt rund ein Viertel seines Geschäfts machte. Zugleich erfasst die Smartphone-Revolution immer mehr Entwicklungs- und Schwellenländer, in denen zunächst vor allem günstigere Computer-Handys gefragt sind.

APple verzichtet auf niedrigpreisige Modelle im Angebot und wartet stattdessen darauf, dass mehr Leute in den neuen Märkten genug Geld haben, sich ein iPhone zu kaufen.

Diese Rechnung ging in China bisher auf. Der Kurs sichert die hohen Milliarden-Gewinne, drückt aber zugleich auch den Marktanteil. Seit März versucht Apple, mit dem iPhone SE gegenzusteuern - dem ersten etwas günstigeren Modell, das in kleinerem Format einen Großteil der Funktionen der aktuellen Spitzengeräte enthält.

Vor einem Jahr war auch die aufgestaute Nachfrage nach dem iPhone 6 mit seinem größeren Display aus dem Weihnachtsgeschäft 2014 noch so groß, dass sie ins erste Quartal 2015 rüberschwappte. Im Vorjahresquartal wurden noch 61,2 Millionen iPhones verkauft, jetzt rechnen Analysten mit einem Absatz von rund 50 Millionen Geräten.

Das 2007 gestartete iPhone hat das Wachstum von Apple befeuert und ist das mit Abstand wichtigste Produkt des Konzerns. Es brachte zuletzt rund zwei Drittel der Umsätze ein.

Apples eigene Prognose weist bereits auf einen Geschäftsrückgang hin: Der Konzern setzte die Umsatzerwartung bei 50 bis 53 Milliarden Dollar an. Vor einem Jahr lagen die Erlöse noch bei 58 Milliarden Dollar. Damit ging ein Quartalsgewinn von 13,6 Milliarden Dollar einher.

Apple legt die Zahlen nach US-Börsenschluss am Dienstag vor, traditionell gegen 22.30 Uhr MEZ.

dpa

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