Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Multimedia Französische Datenschützer verhängen Strafe gegen Facebook
Thema Specials OZelot Multimedia Französische Datenschützer verhängen Strafe gegen Facebook
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:12 16.05.2017
Andrew "Boz" Bosworth, ein Werbeexperte von Facebook, bei der Messe "Online Marketing Rockstars" in Hamburg. Quelle: Christian Charisius
Anzeige
Paris

Eine französische Behörde hat gegen Facebook wegen Gesetzesverstößen beim Datenschutz eine Strafe in Höhe von 150 000 Euro verhängt. Die Datenschutzaufsicht CNIL warf dem Unternehmen unter anderem vor, dass Nutzer der „massiven Kombination“ ihrer Daten durch Facebook nicht widersprechen könnten.

Facebook verknüpfe die Daten, um den Nutzern gezielte Werbung anzeigen zu können.

Die Behörde hatte Facebook Anfang 2016 öffentlich aufgefordert, sich an die geltenden französischen Vorschriften zu halten. Das Unternehmen habe aber keine zufriedenstellenden Antworten gegeben. Facebook Frankreich reagierte am Dienstag zunächst nicht auf eine Anfrage zu der Entscheidung.

Die Datenschützer bemängelten auch, dass Facebook nicht präzise genug darüber informiere, dass es auf anderen Webseiten Daten zum Surfverhalten von Internetnutzern sammle, die kein Konto bei dem Online-Netzwerk haben. Zudem hole Facebook nicht das ausdrückliche Einverständnis seiner Nutzer ein, wenn diese in ihrem Profil sensible Daten etwa zu politischen und religiösen Einstellungen oder zur sexuellen Orientierung angeben.

150 000 Euro ist die höchstmögliche Strafe, die die Behörde verhängen kann. Facebook kann gegen die Entscheidung innerhalb von vier Monaten Einspruch beim Staatsrat einlegen, dem obersten Verwaltungsgericht Frankreichs.

dpa

Mehr zum Thema

Das Bundesinnenministerium hält den weltweiten Cyber-Angriff für besonders schwerwiegend. Das BKA wird eingeschaltet.

13.05.2017

Erpressungstrojaner haben zwar auch schon Kliniken und Verwaltungen in Deutschland lahmgelegt - aber bisher waren sie eher ein Problem des kleinen Verbrauchers. Die globale Attacke von Freitag ist nun ein Weckruf, das Milliarden-Geschäft der Online-Kriminellen zu bekämpfen.

13.05.2017

Ein globaler Cyber-Angriff wie der am Freitag wirft immer viele Fragen auf. Wie kann man sich schützen? Könnten auch Krankenhäuser oder andere Unternehmen im direkten Umfeld betroffen sein?

13.05.2017

Zieht dichter Nebel durch den Harz, ist es vorbei mit dem Internet in der Pension The Cabin in Oderbrück bei Goslar. Dann blockieren die Wolken den Weg der Daten vom Satelliten in die abgelegene Siedlung. Für Gastwirt Timo Zacher ist das ein Problem, schließlich will er auf Online-Portalen seine Zimmer anbieten.

16.05.2017

Die Spurensuche nach den Urhebern der bisher größten verzeichneten Cyberattacke geht weiter. IT-Experten fanden nun Übereinstimmungen mit nordkoreanischen Hacker-Codes.

16.05.2017

Eine Sicherheitslücke im Betriebssystem Windows ermöglichte den weltweit größten Cyber-Erpressungsangriff. Doch Microsoft macht die US-Regierung für die globale Hacker-Attacke verantwortlich.

15.05.2017
Anzeige