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Multimedia Gefahr aus dem Internet: Hansestadt rüstet gegen Hacker auf
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06:34 04.12.2017
Die dunkle Gefahr aus den Tiefen des Internets: Verwaltung, Versorger und Behörden in Rostock rüsten gegen Kriminelle aus dem World Wide Web auf. Dabei geht es nicht mehr nur darum, Daten zu schützen (Symbolbild). Quelle: Ove Arscholl
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Rostock

Verwaltung und Versorger in der Hansestadt rüsten auf gegen eine bislang unterschätzte Gefahr: Die Stadtwerke, der Wasserversorger Eurawasser und auch das Rathaus investieren in einen besseren Schutz ihrer Computersysteme gegen Angriffe aus dem Internet. Denn die steigt nach Angaben der Landesregierung seit Jahren an: Bis zu 750.000 E-Mails mit schädlichem Inhalt erreichen allein die Landesbehörden pro Tag, so eine Sprecherin des Infrastrukturministeriums. Den Angreifer geht es dabei längst nicht mehr nur um den Zugriff auf fremde Daten: Cyber-Kriminelle könnten auch die Stromnetze oder die Wasserversorgung lahm legen.

Die Stadtwerke Rostock melden ebenfalls „verstärkte Cyber-Attacken“. „Wir haben unsere Technologien überprüft und angepasst, ein komplett neues Informations-Sicherheitsmanagement aufgebaut“, sagt Sprecher Thomas Schneider. „Unsere Anlagen der Strom-, Gas- und Wärmeversorgung zählen zur kritischen Infrastruktur.“ Die große Angst bei den Stadtwerken: Von außen knackt jemand das System und schaltet in ganz Rostock den Strom ab. Chaos wäre die Folge.

Die Hansestadt Rostock hat „aufgrund der letzten Hacker-Aktivitäten“ eine „Sondereinheit“ zum Schutz ihre Computersystem gegründet – „damit wir schnell auf Angriffe reagieren können“, so Stadtsprecher Ulrich Kunze. Das größte Augenmerk liegt bei der Stadt auf dem Schutz des Brandschutz- und Rettungsamtes: Damit auch im Fall eines erfolgreichen Hacker-Angriffs Feuerwehr und Rettungsdienst funktionieren, habe das Amt mehrere „Rückfallebenen“. Im Klartext: Fällt das digitale Netz aus, greift die Feuerwehr wieder auf analoge, autonome Funksystem zurück.

Andreas Meyer

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