Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Multimedia Hotspots in Süderholz: Kostenloses Internet für alle
Thema Specials OZelot Multimedia Hotspots in Süderholz: Kostenloses Internet für alle
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 16.04.2018
Poggendorf

In der Gemeinde Süderholz sollen Internet-Nutzer kostenlos im öffentlichen Raum surfen können. Bürgermeister Alexander Benkert (CDU) hat schon genaue Vorstellungen, wo sogenannte Hotspots, also öffentliche drahtlose Internetzugangspunkte, eingerichtet werden könnten. „Vorstellbar wären sie beispielsweise im historischen Ort Griebenow mit seinem Barockschloss oder in unserer Gemeindeverwaltung in Poggendorf“, meint er. Auch das Krankenhaus in Bartmannshagen oder der Ort Kaschow wären dafür denkbar.

Ich gehe nicht davon aus, dass es gleich beim ersten Aufruf klappt.Alexander Benkert Bürgermeister Süderholz

Um das zu verwirklichen, will sich die Kommune um Fördergelder der Europäischen Union bewerben. WiFi4EU heißt die Initiative mit dessen Hilfe in kleinen und ländlichen Kommunen, in denen keine schnelle Internetversorgung vorhanden ist, auf öffentlichen Marktplätzen und Gebäuden Hotspots installiert werden. 15000 Euro pro Standort für Installations- und Gerätekosten finanziert die Europäische Union über die WiFi4EU-Gutscheine. Insgesamt 120 Millionen Euro ist der Fördertopf schwer. Die Vergabe der Gelder erfolgt in mehreren Aufrufen bis zum Jahr 2020.

Dass es gleich beim ersten Aufruf für die Gemeinde Süderholz klappt, scheint unrealistisch. „Bereits jetzt haben aus Deutschland mehr als 15 Kommunen ihre Bewerbung abgegeben. Es ist deshalb nicht zu erwarten, dass wir bereits im ersten Aufruf einen Gutschein erhalten“, meint Benkert. Er hoffe auf einen der folgenden Aufrufe.

Ganz kostenlos wird die Umsetzung selbst mit Fördergeldern nicht. „Finanziert werden nur Anschaffungs- und Installationskosten“, weiß das Gemeindeoberhaupt. Betriebs- und Unterhaltungskosten seien von der Gemeinde zu zahlen. „Und wir verpflichten uns, dass der Hotspot mindestens drei Jahre in Betrieb ist“, informiert er.

Die Idee, das Gemeindeleben durch freie WLAN-Netze attraktiver zu machen, ist in der Gemeinde nicht neu. „Es gab bereits die Überlegung, in den Vereinsgebäuden, wie der ’Gösselstuv’ in Neuendorf oder dem ’Torfstecher’ in Rakow, kostenlose WLAN-Netze einzurichten“, berichtet Benkert. Dies mache dann aber vor allem nur für Vereinsmitglieder Sinn.

Mit den geförderten Hotspots verfolge man ein anderes Ziel. Sie sollen die Orte für Einwohner und Touristen gleichermaßen interessanter machen. Beispielsweise indem man eine App zu den Orten anbietet. „Stellen Sie sich vor, sie gehen durch den historischen Ort Griebenow mit seinem Barockschloss und können mit dem Smartphone auf interessante Informationen zu dem Ort zugreifen“, nennt Benkert ein Beispiel.

Bis jetzt ist alles aber Zukunftsmusik. „Nachdem wir den Förderzuschlag erhalten haben, müssen wir ein Projekt festlegen und die Anlage einrichten lassen. Eineinhalb Jahre nach Erhalt des Gutscheins muss das WLAN schließlich in Betrieb sein“, berichtet Benkert.

Anja Krüger

Der chinesische Kurznachrichtendienst Weibo will homosexuelle Inhalte verbannen. In den neuen Richtlinien heißt es, die Plattform werde für einen Drei-Monats-Zeitraum Comics, Spiele, Texte und Videos sehr genau auf Pornografie, „blutige Gewalt“ und Homosexualität hin überwachen.

15.04.2018

Das von der Bundesregierung für die laufende Legislaturperiode angekündigte digitale Bürgerportal soll nach Angaben des Kanzleramts bereits in diesem Jahr starten.

14.04.2018

Schon 70 Orte in Mecklenburg-Vorpommern halten ihre Chroniken im Portal fest. Langfristig haben die Entwickler aus Rostock große Pläne.

13.04.2018
Anzeige