Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Multimedia Kaspersky wirbt mit „Transparenzinitiative“ um Vertrauen
Thema Specials OZelot Multimedia Kaspersky wirbt mit „Transparenzinitiative“ um Vertrauen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:12 23.10.2017
Die Zentrale des IT-Sicherheitsspezialisten Kaspersky in Moskau. Quelle: Pavel Golovkin
Anzeige
Moskau

Nach dem Vorwurf, der russische Antiviren-Spezialist Kaspersky habe Moskaus Geheimdienst beim Ausspähen von US-Computern geholfen, wirbt die Firma um mehr Vertrauen im Westen.

In einer „Transparenzinitiave“ soll der Quellcode der Kaspersky-Software einschließlich Updates und Aktualisierungen der Bedrohungserkennung für die unabhängige Überprüfung und Beurteilung bereitgestellt werden. Damit solle im ersten Quartal kommenden Jahres begonnen werden, kündigte Kaspersky am Montag an. Die Belohnung für unabhängige Experten, die Schwachstellen in Kaspersky-Produkten finden, wurde auf 100.000 Dollar erhöht.

In den vergangenen Wochen hieß es in mehreren US-Medienberichten, russische Geheimdienste hätten mit Hilfe von Kaspersky-Installationen amerikanische Computern angreifen können, um dort geheime Angriffs-Werkzeuge der NSA zu finden und zu stehlen. Ein Mitarbeiter des US-Abhördienstes habe die Werkzeuge regelwidrig auf seinen privaten Computer geladen, auf dem Kasperskys Antiviren-Software lief. In den Berichten blieb zumeist offen, ob die Firma mit den russischen Geheimdiensten kooperiert haben soll - oder ob die Dienste ihre Produkte missbraucht haben könnten. Lediglich das „Wall Street Journal“ schrieb unter Berufung auf amerikanische Behördenkreise, Kaspersky-Software habe gezielt nach Begriffen wie „Top Secret“ sowie nach Namen geheimer US-Programme gesucht. Kaspersky erklärte stets, man habe nie einem Geheimdienst bei der Spionage geholfen.

Nun will die Firma zudem bis 2020 drei „Transparenzzentren“ in Europa, Asien und den USA einrichten, „um sicherheitsrelevante Themen mit Kunden, vertrauenswürdigen Partnern und staatlichen Einrichtungen zu adressieren“.

dpa

Mehr zum Thema

Nach der Entdeckung einer gravierenden Schwachstelle in der WLAN-Verschlüsselung WPA2 empfehlen Experten einen flächendeckenden Umstieg auf verschlüsselte Verbindungen.

18.10.2017

Der Internetriese Amazon sucht in Nordamerika nach einem Standort für sein zweites Hauptquartier. Es geht um hohe Investitionen und Jobs, deshalb lassen sich die Bewerber einiges einfallen. Meist geben bei solchen Ausschreibungen aber die finanziellen Anreize den Ausschlag.

19.10.2017

Das Thema Klimaschutz wird in der ganzen Welt heiß diskutiert. Die Experten vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) befürchten nun, dass die Debatte zur Weltklimakonferenz in Bonn auch mit kriminellen Methoden im Netz ausgetragen wird.

19.10.2017
Multimedia “Assassin’s Creed Origins“ - Neuer Anfang im alten Ägypten

Assassinen vor Pyramiden: “Assassin’s Creed Origins“ führt die Spieler in die Antike – und sorgt für neuen Spaß in gewohnt schönen Umgebungen.

22.10.2017

Im Rahmen einer neuen Youtube-Webserie hat die Bundeswehr eine breite Kampagne gestartet, die sich vor allem an die jüngere Zielgruppe richtet. Der neuste „Werbe-Gag“ ist ein Snapchat-Filter, der die Nutzer in Soldaten verwandelt.

23.10.2017

Endlich haben Sie Ihre eigene Website ins Netz gestellt und schon flattert Ihnen eine Abmahnung ins Haus? Urheberrechtsverletzungen, fehlende Datenschutzerklärung und andere Fallstricke lauern auf unwissende Website-Betreiber und können unter Umständen ganz schön teuer werden. Doch es gibt einige Möglichkeiten, wie Sie diese unnötigen Zahlungen vermeiden können.

20.10.2017
Anzeige