Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Multimedia Markt für Smart-TVs wächst weiter
Thema Specials OZelot Multimedia Markt für Smart-TVs wächst weiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:44 26.04.2018
Smart-TV von Philips: Immer mehr Menschen kaufen sich einen Fernseher mit „smarten“ Funktionen. Quelle: Monique Wüstenhagen
Frankfurt/Berlin

Die Zahl internetfähiger Fernsehgeräte in den Haushalten in Deutschland steigt weiter an.

Im ersten Quartal des laufenden Jahres wurden hierzulande 1,6 Millionen TV-Geräte verkauft, ermittelte die Marktforschungsfirma GfK. Davon waren 1,2 Millionen Stück mit „smarten“ Funktionen ausgestattet.

Der Anteil kletterte von 60 Prozent 2015 auf 75 Prozent 2018, teilte die Deutsche TV-Plattform mit. Der Verein geht davon aus, dass zumindest bei zwei Dritteln dieser Geräte die smarten Funktionen auch tatsächlich genutzt werden. Die Entwicklung eröffne vor allem Inhalte-Anbietern bessere Chancen, sagte Andre Prahl, Vorstandsvorsitzender des Vereins.

Nach Einschätzung von Prahl zeichnet sich weiter eine Entwicklung weg vom linearen Fernsehkonsum ab. Die Nutzung von Inhalten aus Mediatheken oder Streamingdiensten etwa von Amazon oder Netflix steige weiter an.

Zudem werde die technische Ausstattung der Geräte mit jeder Modellreihe besser, die Nutzung flexibler und komfortabler. „Auf der Strecke geblieben“ sei allerdings die Interaktivität, sagt Matthieu Deru vom Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz. Es gebe wenige Möglichkeiten, mit dem Dargestellten zu interagieren oder Hintergrundinfos zu erfragen, ohne einen laufenden Film zu verlassen. Aufgabe sei es jetzt, „die Post-Netflix-Ära“ zu gestalten.

Generell sei die einfache Nutzung und Steuerung der Geräte und Inhalts-Angebote von entscheidender Bedeutung für den Erfolg von Smart-TVs, sagte Prahl.

Über kurz oder lang werde sich dafür das „Internet der Sprache“ durchsetzen - „allerdings noch nicht im Jahr 2018“, ist Thilo Kampffmeyer, Studienleiter bei der Marktforschungsfirma Splendid Research, überzeugt.

Noch sei der Markt aller Smart-Home-Steuerungen stark fragmentiert und unübersichtlich. „Für eine schnelle Verbreitung brauchen wir offene Standards“, fordert etwa Klaus Petri von LG Electronics Deutschland. „Viele Anbieter sind auf dem Markt, die Systeme sind aber nicht kompatibel.“

dpa

Mehr zum Thema

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat Angebote im Fernsehen, Radio und Internet. Muss das Programm künftig eingeschränkt werden? Eine große Gruppe unter den ARD-Beschäftigten sorgt sich um die Zukunft.

25.04.2018

Trotz aller Kritik am Datensammeln und zielgerichteter Online-Werbung: Googles Mutterkonzern Alphabet steigert den Quartalsgewinn um 73 Prozent auf 9,4 Milliarden Dollar. Dabei helfen neben Sondereffekten auch die Steuergeschenke der Trump-Regierung.

29.04.2018

Amazon-Chef Jeff Bezos wurde bei einer Preisverleihung in Berlin von dem Streit mit der Gewerkschaft Verdi eingeholt. Doch der reichste Mann der Welt präsentierte sich beim Axel Springer Award auch als Visionär.

30.04.2018

Umfangreiche neue Sicherheitsfunktionen hat GMail angekündigt. Der Maildienst will die Daten seiner Nutzer besser schützen. Unter anderem können Anwender Mails nachträglich widerrufen.

25.04.2018

Nach dem Hype um „Pokémon Go“ dürfte der Entwicklerfirma Niantic auch die Aufmerksamkeit für ihr nächstes Smartphone-Spiel garantiert sein. Bei dem Augmented-Reality-Game soll darum gehen, Fabelwesen aus der Harry-Potter-Welt zu fangen.

25.04.2018

Wer in der EU künftig WhatsApp nutzen will, muss mindestens 16 Jahre alt sein. Der Messaging-Dienst hat das Mindestalter für die Nutzung angehoben.

25.04.2018