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06:32 09.02.2018
Eine Kabeltrommel mit Leitungen für Breitbandkabel steht auf einer Baustelle. Quelle: Carsten Rehder/dpa
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Schwerin/Wismar

Nach dem Start der Digitalisierungs-Offensive im ländlichen Raum drohen die Städte in MV bei der Internetversorgung ins Hintertreffen zu geraten. Grund: Während dieses und nächstes Jahr 1,3 Milliarden Euro an Fördermitteln für den DSL-Ausbau in den ländlichen Gebieten bereitstehen, gehen die Städte leer aus.

Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD): „In der Tat wird der ländliche Raum, wenn wir dieses Programm abgeschlossen haben, schnelleres Internet haben als die Städte.“ Dieser Fall werde aber nur eintreten, „wenn die Städte sich bis dahin überhaupt nicht weiterentwickeln“. Pegel hofft, dass die Unternehmen, die Glasfaserkabel künftig rund um Stralsund, Greifswald, Rostock oder Wismar verlegen, „durchaus auf die Idee kommen, auch eine Glasfaserleitung mitten durch die Stadt zu ziehen“. MV hat von der Bundesregierung als einziges Bundesland 93 Bewilligungen für alle 93 beantragte Ausbauregionen erhalten. Durch den Glasfaserausbau werden in diesen ländlichen Gebieten technisch künftig Internet-Geschwindigkeiten bis zwei Gigabit möglich sein, bestätigte Reinhard Litty, Vize-Geschäftsführer des kommunalen Zweckverbandes für Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen. Der Verband hat den Ausbau des Netzes auf der Insel selbst übernommen. In anderen Gebieten treibt die Telekom den Ausbau selbst voran und legt die Glasfaseranschlüsse teils kostenlos bis in die Häuser, so dass die Internet-Geschwindigkeit ungebremst bei den Menschen ankommt. Rund 800 Millionen Euro der insgesamt 1,3 Milliarden Euro, mit denen der Ausbau von der öffentlichen Hand unterstützt wird, stammen vom Bund.

OZ

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