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Multimedia Sprechende Schädel und Seemonster
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00:00 18.05.2017

Es gibt angenehmere Orte zum Erwachen als eine Leichenhalle. Unangenehmer wird es noch, wenn auch die Erinnerung lückenhaft ist. Zum Glück fliegt gerade ein sprechender Totenkopf um die Ecke, der weiß, was zu tun ist. So beginnt „Planescape: Torment“, ein Rollenspiel-Klassiker aus dem Jahr 2000, der auf Smartphones und Tablets sein Revival feiert.

Der namenlose Held und sein Begleiter erkunden zunächst die düstere Stadt Siegel im „Dungeons & Dragons“-Universum. Lesefaul sollte der Spieler nicht sein, denn die Textmengen in „Planescape:

Torment“ grenzen an einen Roman. Das bietet die Möglichkeit, sich intensiv mit der Welt zu beschäftigen. Wegen des vielen Texts bieten sich zum Spielen größere Geräte wie Tablets an.

Der Gruppe von bis zu sechs Figuren können verschiedene Klassen wie Krieger, Dieb oder Magier angehören. Die Kämpfe finden in Echtzeit statt, können aber pausiert werden, um Anweisungen zu erteilen.

Der Klassiker spielt sich traditionell, wurde aber auf Touch-Steuerung angepasst. Mit einem Preis von 11 Euro gehört es zu den teureren Android- und iOS-Spielen, bietet aber auch einen enormen Umfang.

Düster geht es zu in „Sunless Sea“, wie der Name bereits verrät. Die Geschichte handelt im Universum der Rollenspiel-Reihe „Fallen London“ und macht aus dem Spieler einen Seefahrer auf einem unterirdischen Meer. Hier fehlt es zwar an Licht, dafür nicht an Gefahren. Piraten sind auf Kaperfahrt, unter der Oberfläche lauern Monster, doch die größte Gefahr ist der Hunger: Sind Nahrungsmittel knapp, könnte der Steuermann Appetit am ersten Maat finden. Ressourcen-Management steht also an erster Stelle.

Seebären werden gerade zu Beginn viele Tode sterben. Doch mit jedem Missgeschick lernt der Spieler dazu und sitzt nur ein paar Augenblicke später in einem neuen Boot und erlebt ein vielleicht ganz anderes Abenteuer. „Sunless Sea“ ist ein rogue-like-Spiel, so wie das recht ähnliche „FTL“ oder „Don’t starve“. Jeder Spieltod ist endgültig und der Spieler muss wieder bei null beginnen. Doch darf er dann selbst entscheiden, wo die Reise dieses Mal hingeht und auf welche Weise er spielen möchte: vorsichtig, kämpferisch, als Händler oder Forscher. Die düstere Seereise von Failbetter Games ist für knapp 10 Euro für iOS erhältlich.

Auch bei „Oxenfree“ ist es fast immer dunkel. Doch der sanfte Teenager-Grusel von Night School Studio für iOS ist eher harmlos. Fünf Teenager treffen sich nachts auf einer Insel, um gemeinsam zu feiern. Plötzlich öffnet sich ein Portal zur Geisterwelt und statt der Party steht nun der sichere Rückweg im Vordergrund.

Spieler steuern dabei Alex, die die Gruppe zusammenhalten muss. Ihre Entscheidungen und Antworten bestimmen den Ausgang der Geschichte, denn es gibt viele Enden. Auf dem Weg dahin wird vor allem viel geredet und zugehört. Mittels Radio können die Kids die Stimmen der Geister abhören und erfahren so wichtige Hinweise, was zu tun ist. „Oxenfree“ ist eine interaktive Geschichte, aber eine sehr stimmungsvolle. Für rund 5 Euro beginnt die Geisterstunde auf iOS.

Wie das Schwein im Gefängnis gelandet ist? Schwer zu sagen. Aber es ist ausgebrochen und flüchtet nun über eine Eisenbahnstrecke, die eher an eine Achterbahn erinnert. „Bacon Escape“ von Illusion Labs ist ein Endless Runner auf Schienen. Ein Knacki-Schwein fährt flott in seinem Waggon dahin und die Fahrt ist mit allerlei Hindernissen blockiert. Die Spieler manövrieren das Schwein geschickt darüber hinweg oder in eine andere Richtung.

Neben dem erfolgreichen Absolvieren einer Strecke winken auch Trophäen und freischaltbare Charaktere – denn auch andere Tiere wollen fliehen und eine Fahrt auf den Schienen wagen. „Bacon Escape“ ist kostenlos für Android und iOS erschienen.

„KAMI“ ist eines jener Spiele, das ein einfaches Prinzip mit einer stimmigen Präsentation verbindet und damit voll ins Schwarze trifft. Der Nachfolger „KAMI 2“ von State of Play Games verändert nichts gegenüber dem Vorgänger. Immer noch muss der Spieler Flächen in unterschiedlichen Farben so umfärben, dass am Ende nur noch eine Farbe übrig bleibt. Klingt leicht, kann aber in den Wahnsinn treiben.

Mit der von japanischer Origami-Kunst inspirierten Optik und sanften Klängen weiß das Spiel allerdings zu beruhigen. Das Knobelspiel kann sehr lange unterhalten und dabei so manche Kopfnuss in den Weg legen. Das Spiel für Android und iOS ist kostenlos erhältlich.

Benjamin Krüger

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