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15:44 12.06.2018
Trotz wachsender Unsicherheit ist die Zahl der wahrgenommenen Sicherheitsfälle, etwa durch Phishing-Attacken, Betrug beim Online-Einkauf oder Cybermobbing nahezu konstant geblieben. Quelle: Oliver Berg
Berlin

Mit der zunehmenden Digitalisierung wächst laut einer Studie auch die Verunsicherung der Verbraucher im Cyberraum.

Doch trotz wachsender Unsicherheit ist die Zahl der wahrgenommenen Sicherheitsfälle, beispielsweise durch Phishing-Attacken, Betrug beim Online-Einkauf oder Cybermobbing nahezu konstant geblieben.

Das ist ein Ergebnis des neuen Sicherheitsindex, den der Verein Deutschland sicher im Netz (DsiN) in Berlin vorgestellt hat. Der Index, den der Verein seit 2014 gemeinsam mit dem Bundesverbraucherschutzministerium in Auftrag gibt, bildet die digitale Sicherheitslage der Bevölkerung in einer Kennzahl ab. Die Gesamtziffer verschlechterte sich in diesem Jahr minimal auf 60,9 Punkte (2017: 61,1 Punkte). 100 Punkte wären der bestmögliche Wert.

Darüber hinaus wurde deutlich, dass das Wissen um IT-Sicherheit gestiegen ist. „Die Verbraucher waren noch nie so fit wie heute“, erklärte DsiN-Chef Thomas Kremer. Dennoch sei die Unsicherheit gewachsen und auch der Wunsch nach Unterstützung, Aufklärung und Orientierungshilfe nehme deutlich zu.

Es gehe darum, Menschen künftig verstärkt im Lebensalltag zu erreichen. Laut dem Index wünschen sich zwei Drittel der Verbraucher eine konkrete Ansprache in Beruf oder Schule. So setzt der Verein auf eine Stärkung der digitalen Kompetenz. „Das Thema beginnt bei den Kleinkindern und geht bis in das hohe Alter“, sagte Kremer.

In diesem Jahr wurde bei der repräsentativen Befragung ein Schwerpunkt auf die Erfahrungen mit Sozialen Netzwerken gesetzt. Etwa die Hälfte sieht in der Nutzung der Plattformen eine Bereicherung für ihren Alltag. Aber der Index zeigt auch: Zwei Drittel fürchten, sich dadurch einem erhöhten Sicherheitsrisiko auszusetzen.

Zehn Prozent glauben, dass Online-Begegnungen nicht vertrauenswürdig sind. Die Hälfte empfindet Unsicherheit, was den Umgang mit persönlichen Daten durch die Plattformen betrifft. Inzwischen dürfte der Wert noch gestiegen sein: Die Zahlen wurden im Januar und Februar dieses Jahres erhoben, also vor Bekanntwerden des Datenskandals um Facebook und Cambridge Analytica.

dpa

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