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Speckjünger und Tiermenschen

Speckjünger und Tiermenschen

Das Festival im Stadthafen (FiSH) zeigt am 12. und 13. Mai im Mau Club Rostock die besten Kurzclips junger deutscher Filmemacher / Der OZelot stellt einige vor

380 junge Regisseure haben ihre Filme beim Wettbewerb „Junger Film“ eingereicht. 36 davon stehen jetzt auf dem Programm des FiSH-Festivals und werden am 12. und 13. Mai gezeigt. Darunter sind überwiegend Kurzspielfilme, aber auch Dokumentationen, Animations- und Experimentalfilme. Wie im vergangenen Jahr, so dreht sich auch in diesem vieles um die Themen Flucht, Fremdsein und Identitätsfindung.

Die Filme laufen in sieben Blocks, nach denen sich die Fachjury jeweils zusammensetzt und berät. Das sechsköpfige Team besteht diesmal aus: der Schauspielerin Jytte-Merle Böhrnsen, ihrem Mann, dem Regisseur Tobias Wiemann, Linda Kujawski vom Bundesverband Deutscher Kurzfilm, dem Redakteur und Autor Stefan Maelck, dem Redakteur Jörg Schneider und dem Rostocker Filmdozenten Matthias Spehr. Am Ende sind sie es, die darüber entscheiden, welcher Beitrag zum „Film des Jahres“ gekürt wird und welcher junge Filmemacher damit das Preisgeld in Höhe von 9000 Euro gewinnt.

Außerdem vergeben werden u.a. der Publikumspreis für den beliebtesten Beitrag und der Sputnikpreis für den außergewöhnlichsten Film. Die vielversprechendsten Filme werden für den Deutschen Nachwuchsfilmpreis des internationalen Partnerfestivals Up-And-Coming nominiert.Zum FiSH gehört außerdem das baltische Gastlandfenster, welches Einblicke in das Schaffen der jungen Filmszene eines unserer Nachbarländer im Ostseeraum gibt. In diesem Jahr gibt es zehn Kurzfilme aus Schweden, die mit den Filmemachern besprochen werden.

Alles Meins

Dokumentarfilm von Daniel Popat, 4,55 Minuten

Wann: F reitag, 12. Mai,14.30 Uhr bis 16 Uhr, Block 1, Mau Club Was: Was ist alles meins? Wie versessen sind wir auf festgelegte Strukturen? Ein nahezu Außerirdischer provoziert Grenzen, Raum und Besitz in der Linzer Innenstadt – die dabei aufkommenden Gedanken seiner Mitmenschen vermitteln das aktuelle Zeitgefühl.

Idomeni – Verzweiflung

und Hoffnung

Dokumentarfilm von Jonathan-Benedict Hütter, 2016, 16,18 Minuten

Wann: Freitag, 12. Mai, 16.15 Uhr bis 18 Uhr, Mau Club

Was: Dokumentation über Eindrücke aus Idomeni in der nordgriechischen Region Zentralmakedonien, wo über ein halbes Jahr 10 000 Flüchtlinge unter katastrophalen Verhältnissen festsaßen.

Folkssturm

Kurzspielfilm von Johannes Kürschner, 2016, 2,30 Minuten

Wann: Freitag, 12. Mai, 19 Uhr bis 20.45 Uhr im Mau Club Was: Die „braune Pestilenz“ greift um sich. So auch im schönen Kleinbockritz zu Sachsen. Die drei Ikonen der offiziellen „Mittelsächsischen Patriotischen Union” , kurz MPU, beziehen Stellung zu den aktuellen Themen der Gesellschaft. Ein düsteres Stück Realsatire im Bewegtbildformat zu den derzeitigen Umständen in Deutschland.

FÄT

Animationsfilm von Brixhouse, 1,53 Minuten

Wann: Freitag, 12. Mai, 21 Uhr bis 23 Uhr im Mau Club Was: die Show für Schnitzelfreunde und Speckjünger! Darf’s noch ein bisschen mehr sein?

Pan

Drama von Anna Roller, 2016,

16,30 Minuten

Wann: Freitag, 12. Mai, 21 Uhr bis 23 Uhr im Mau Club

Was: Juno ist verrückt nach Pan, dem Gott des Waldes aus ihren Träumen. Sie trifft ihn auf einer Hausparty wieder. Er löst etwas in ihr aus, das sie noch nie gespürt hat. Sie will ihm nicht nur nahe sein, sie will ihn ganz verinnerlichen, ihn fressen. Juno wird zum Tier

ExplorerIn 2009

Performance von Clara Winter, 2016, 5,15 Minuten

Wann: Sonnabend, 13. Mai, 13 Uhr bis 14.30 Uhr im Mau Club Was: Ausgerüstet mit der Red Eric, unterstützt von Fördergeldern und eingerahmt von der beeindruckenden Szenerie eines Vulkankraters, wird politisches Mitgefühl zum Abenteuerurlaub.

Nele Baumann

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