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Werften MV-Werften bauen ganz neue Luxus-Liner am Sund
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19:03 25.05.2018
Blick auf die Schiffbauhalle der MV Werften in Stralsund. Quelle: Norbert Fellechner
Stralsund

Mehr Arbeit für die Schiffbauer in Stralsund: Nach der Fertigstellung von drei Expeditions-Yachten sollen weitere Luxusschiffe am Strelasund gebaut werden. „Sie sollen fünfmal so groß sein wie die ,Endeavor’-Yachten“, sagte Axel Rothe, Direktor für Materialwirtschaft bei den MV Werften, am Donnerstag beim Empfang der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Schwerin.

37 Quadratmeter soll die Mindestgröße der Suiten auf den geplanten „Diamond“-Schiffe betragen, berichten Kreuzfahrtmagazine. Alle Kabinen haben einen Balkon, das Crew-Gäste-Verhältnis beträgt 1:1. Die Schiffe sollen eine neue „Ultra-Luxus“-Klasse begründen.2200 Schiffsbauer beschäftigen die MV Werften derzeit. Es sind weitere Einstellungen geplant.

Die Schiffe der neuen „Diamond-Class“ sind wie die „Endeavor“-Yachten für zahlungskräftige Luxus-Urlauber gedacht. Sie haben ein Volumen von etwa 100 000 Bruttoregistertonnen. Das ist fünf Mal so viel wie bei den „Endeavor“-Schiffen. „Die Pläne sind aber noch ganz am Anfang. Es wird gerade das Konzept erarbeitet und nur wenn es den Gesellschaftern gefällt, dann wird gebaut“, erklärte Rothe.

Werft braucht neue Anlagen

Der Brennschnitt für das erste Kreuzfahrtschiff der „Endeavor“-Reihe war im Februar in Stralsund. 2019 soll die „Crystal Endeavor“ fertig sein. Bevor hier die größeren „Diamond“-Schiffe gebaut werden können, müssen erst noch neue Anlagen auf der Werft errichtet werden.

Erste Gerüchte über eine weitere Neubau-Linie waren bereits Anfang des Jahres durchgesickert. Kreuzfahrt-Internetseiten berichteten über das neue „Ultraluxus-Segment“. Thomas Wolber, Vorstandschef der Reederei Crystal Cruises, für die die Schiffe gebaut werden sollen, hat das Projekt demnach bestätigt.

Exklusiv: Maximal 1000 Passagiere an Bord

Die „Diamond“-Schiffe sollen den Berichten zufolge nur Suiten mit Balkon haben, mit einer Mindestgröße von rund 37 Quadratmetern. Es ist die Rede von maximal 1000 Passagieren an Bord und einer gleich großen Zahl an Crew-Mitgliedern.

Die Schiffe sollen eisgängig sein, um in Polargebieten fahren können. Das amerikanische Reise-Magazin „Travel Weekly“ meldete unter Berufung auf Wolber, dass die Schiffe kleiner ausfallen könnten, mit Platz für höchstens 800 statt 1000 Passagieren, aber dafür noch mehr Luxus bieten. 2022 könnte das erste „Diamond“-Schiff fertig sein, hieß es. Die Reederei Crystal Cruises gehört wie die MV Werften zur Genting-Gruppe aus Malaysia. Auf Nachfrage äußerte sich ein Werftensprecher gestern nicht zu den Plänen.

Vier Flusskreuzer bereits in Wismar fertig gestellt

2016 startete MV Werften in Mecklenburg-Vorpommern den Bau von drei Schiffstypen: Vier Flusskreuzfahrtschiffe der sogenannten „Rhein“-Klasse sind bereits am Standort Wismar fertiggestellt worden. Die Werfthalle wird gerade wieder gefüllt – mit dem nach der Passagierzahl größten Kreuzfahrtschiff der Welt der „Global“-Klasse. Teile des bis zu 9500 Passagiere fassenden Ozean-Riesen werden auch in Rostock gebaut. Neben der „Endeavor“-Klasse würden die „Diamond“-Schiffe die Baureihe Nummer 4.

Unterdessen wächst die Werftengruppe auch beim Personal rasant. Allein seit Ende April wurden 200 neue Mitarbeiter eingestellt, die Gesamtzahl beträgt nun 2200.

Kerstin Schröder und Gerald Kleine Wördemann

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