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Neue Kreuzfahrt-Riesen: Genting braucht Platz in Warnemünde

Rostock/Wismar Neue Kreuzfahrt-Riesen: Genting braucht Platz in Warnemünde

Weil die Hafenzufahrt in Wismar nicht ausreicht, planen die MV-Werften die Endfertigung ihrer Kreuzfahrt-Schiffe nun doch in Warnemünde - und wollen dafür auch das Werftbecken nutzen. Dort plant Rostock aber eigentlich einen neuen Kreuzfahrt-Hafen.

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Die MV-Werften in Warnemünde und das Werftbecken (rechts): Die Stadt will hier einen neuen Kreuzfahrthafen bauen, doch auch Genting braucht dort Platz.

Quelle: Andreas Meyer

Rostock/Wismar. Die größten Kreuzfahrtschiffe der Welt – sie sollen nun doch in Warnemünde fertig gebaut werden: Weil die Hafenzufahrt in Wismar nicht ausreicht, planen die MV-Werft beim Bau der „Global Class“-Schiff um. Die 340 Meter langen Kreuzfahrt-Schiffe für die Reederei Star Cruises sollen zu den größten der Welt gehören. Doch auch in Warnemünde gibt es Probleme: Der Werften-Verbund, der zur malayischen Genting-Gruppe gehört, verhandelt mit der Hansestadt über eine Nutzung des so genannten Werftbeckens. Das Areal hatte Genting erst 2016 an die Stadt verkauft, Rostock plant dort ein neuen Kreuzfahrthafen. Einen Teil braucht die Werft nun aber zurück – als Ausrüstungskai.

 

Werft-Sprecher: Endausrüstung nicht Wismar möglich

„Ja, die Endfertigung und die Endausrüstung der ,Global Class‘-Schiffe können unter den derzeitigen Bedingungen nicht in Wismar stattfinden“, sagt Stefan Sprunk, Kommunikationschef der Werften-Gruppe. Die Bundesregierung plant zwar den Ausbau der Fahrrinne – aber das kann noch Jahre dauern: „Zunächst brauchen wir die notwendige Unterhaltungsbaggerung, danach die Fahrrinnen-Vertiefung. Bis die Genehmigungsprozedur durch ist, werden wir die Endausrüstung an einem anderen Ort vornehmen. Das ist natürlich logistisch extrem aufwändig und zudem kostspielig.“ Die Wahl scheint nun auf Warnemünde gefallen.

Stadt bestätigt Verhandlungen

Insgesamt knapp fünf Millionen Euro hatte die Stadt damals an die Genting-Gruppe für das Areal am Werftbecken gezahlt. Erst vor wenigen Tagen hatte Oberbürgermeister Roland Methling (UFR), selbst Branchen-Kenner, mit der Aussage überrascht, dass einer der geplanten neuen Anleger am Werftbecken für Schiffe mit einer Länge von 400 Metern ausgelegt werden soll. So große Kreuzfahrer gibt es bisher noch nicht. Stattdessen soll Genting die Kais nutzen können. Methling bestätigt: „Aktuell gibt es Gespräche, die Flächennutzung rund um das Werftbecken mit den technologischen Abläufen auf dem Werftgelände in Übereinstimmung zu bringen“, sagt OB Methling vielsagend. Werften-Sprecher Sprunk wird konkreter: „Mit der Stadt gab und gibt es sehr intensive und konstruktive Gespräche. Für unsere Ausrüstungspartner und uns selbst sind kurze Wege zum Schiff entscheidend.“ Und ja: „Eine Lösung wäre eine Endausrüstung der ,Global Class‘-Schiff an unserer Kaikante in Warnemünde. Wenn eigene Kapazitäten dort nicht ausreichen, wäre eine städtische Kai-Anlage natürlich lukrativ.“

Baustart für Kreuzfahrt-Riesen im März

„Anfang März starten wir mit dem Brennbeginn für Global 1 in Wismar und in Rostock“, sagt Werft-Sprecher Stefan Sprunk. Vor allem für die Mitarbeiter sind das gute Nachrichten: Ein Großteil der Rostocker Belegschaft befindet sich noch in Kurzarbeit.

Andreas Meyer

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