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Warnstreiks der Metaller an der Küste

Hamburg/Rostock Warnstreiks der Metaller an der Küste

Noch unklar, ob sich Mitarbeiter von MV Werften beteiligen

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Rostock: Neptun-Werftarbeiter streikten im Februar 2015.

Quelle: Foto: Dpa

Hamburg/Rostock. In der Metall- und Elektroindustrie im Norden drohen ab Montag Warnstreiks. In Mecklenburg-Vorpommern könnten die Beschäftigten Ende kommender Woche die Arbeit zeitweise niederlegen, kündigt die Gewerkschaft IG Metall Küste an. Der Arbeitgeber halten die Warnstreiks für rechtswidrig und drohen ihrerseits mit rechtlichen Schritten bis hin zu Schadensersatzklagen. Das kündigt Thomas Lambusch an, Präsident und Verhandlungsführer von Nordmetall.

Für 140000 Beschäftigte in 140 Firmen der Metall- und Elektroindustrie im Bezirk Küste werden zurzeit die Tarife neu verhandelt. IG Metall fordert ein Lohnplus von sechs Prozent und ein Wahlrecht, die Wochenarbeitszeit befristet auf 28 Stunden verkürzen zu können– mit finanziellem Teilausgleich für Eltern von Kindern und für Schichtarbeiter. „Das Interesse an dieser Familienteilzeit ist in den Betrieben da“, sagt IG-Metall-Sprecher Heiko Messerschmidt. Einige Unternehmen bieten so etwas bereits von sich aus an – unter anderen SEAR in Rostock von Thomas Lambusch, betont Messerschmidt mit Verweis auf Angaben auf der Internetseite des Unternehmens.

Die Forderung nach Arbeitszeitverkürzung mit finanziellem Ausgleich sei durch das Tarifrecht nicht gedeckt, argumentiert Nordmetall. Daher wären mögliche Warnstreiks illegal. In den Lohnverhandlungen, die am 18. Januar fortgesetzt werden, bietet Nordmetall zurzeit zwei Prozent Lohnplus ab April und einmalig 200 Euro. IG Metall wirft den Arbeitgebern vor, die Verhandlungen mit Forderungen nach Verlängerung der Wochenarbeitszeit auf 40 Stunden und die Ausdehnung von Vertragsbefristungen auf bis zu vier Jahre zu erschweren.

In MV rechnet der Rostocker Gewerkschafter Stefan Schad mit stundenweisen Arbeitsniederlegungen bei Liebherr, EEW, Caterpillar, Siemens und SEAR. Ob sich Beschäftigte der MV Werften in Wismar, Warnemünde und Stralsund beteiligen, sei noch unklar. Hier sind noch Schiffbauer in Kurzarbeit, weil der Bau großer Kreuzfahrtschiffe erst noch anläuft. Mit rund 1600 Mitarbeitern ist die Werftengruppe größer tarifgebundener Metall-Arbeitgeber in MV. Manche Zulieferer zahlen dagegen laut Gewerkschaft oft nur Mindestlohn.

gkw

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