Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Seeluft bläst Allergien weg

Heiligendamm Seeluft bläst Allergien weg

Küste punktet mit natürlichen Ressourcen / Median-Klinik setzt auf Ostseeklima

Heiligendamm. Endlich wieder richtig durchatmen – und sei es auch nur für ein paar Tage: Das wünschen sich deutschlandweit rund 25 Millionen Allergiker. „Die Tendenz ist steigend“, sagt Dr. Stefan Hummel, Chefarzt der Abteilung für Atemwegserkrankungen und Allergien in der Median-Klinik Heiligendamm. Seine Patienten würden gerade an der Ostsee optimale Reha-Bedingungen vorfinden, ist der Mediziner überzeugt: „Die Seeluft bläst Allergien von innen weg.“

Konkret sorge das „maritime Aerosol“ für Linderung, erklärt Hummel. Hierbei gelangen über der freien See Wassertröpfchen mit Salzkernen durch den Wind in die Luft, ebenso am Strand und als Spritzwasser an Strandpromenaden. Je stärker die Wellen und je höher die Windgeschwindigkeit, desto intensiver ist auch das maritime Aerosol.

Bei Spaziergängen in der Brandungszone, insbesondere bei Seewinden, wird es eingeatmet und schlägt sich auf den Atemwegen nieder. „Das Aerosol wirkt auf allen Schleimhautabschnitten schleimlösend“, sagt Stefan Hummel.

Natürliche Ressourcen, die es auch aus Sicht des Bäderverbandes MV zu nutzen gilt. „Unsere Kur- und Erholungsorte sind gut beraten, sich zu spezialisieren und zukunftsorientiert aufzustellen“, sagt Bäderverbands-Präsident Andreas Kuhn. „Vor allem der Gesundheitstourismus ist eine große Chance – auf diesem Gebiet müssen wir attraktive Angebote machen.“ Nach einer vom Bäderverband gemeinsam mit der Unternehmensberatung „Project M“ durchgeführten Benchmark-Analyse würden nicht nur durch den demographischen Wandel zunehmend gesundheitstouristische Angebote von der älter werdenden Bevölkerung nachgefragt, sondern auch aktive, gesundheitsfördernde Angebote von einer wachsenden Zahl gesundheitsbewusster junger Menschen.

Darüber hinaus gelte es, rechtzeitig Trends zu erkennen und mitzunehmen, sagt Andreas Kuhn: „Ein Gütesiegel für die Millionen Menschen mit Allergie-Problemen könnte etwa die ,allergiefreundliche Kommune‘ sein.“ Fünf bis sechs Orte seien hier bereits sehr gut aufgestellt – darunter auch Baabe auf der Insel Rügen. „Das betrifft alle Bereiche“, erklärt Kuhn. „Beherbergungsbetriebe und Restaurants genauso wie den Einzelhandel und den Verkehr.“

Als „Gesundheitstouristen“ würde sie die Reriker Urlauber nicht bezeichnen, sagt Stefanie Quaas, Leiterin der Kurverwaltung im Ostseebad: „Dafür reicht die Struktur unseres Ortes nicht aus – wir haben hier keine großen Wellness-Häuser oder Schwimmbäder.“ Dafür punktet Rerik mit seinen natürlichen Ressourcen, ist Quaas überzeugt: „Die Ostsee, das Salzhaff, der Wald – viele Gäste kommen wegen der sauberen Luft zu uns.“

Vor allem Menschen aus Ballungszentren wie Berlin oder Hamburg könnten an der Küste mal wieder richtig durchatmen, so Quaas: „Da braucht es gar nicht übermäßig viel Bewegung – Spaziergänge inklusive Ostsee-Brise können manchmal schon dafür sorgen, dass die Leute sich gesünder fühlen.“

Lennart Plottke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
OZ-Leser-Forum
Das körperliche Wohlbefinden beginnt mit der Gesundheit im Darm

Welche Rolle spielen das Rauchen, starker Alkoholkonsum und Übergewicht bei der Entstehung von Darmkrebs? Welche besondere Art der Vorsorge ist nötig, wenn Krebsfälle in der Familie auftraten? In welchen Abständen sind Vorsorgekoloskopien sinnvoll?

mehr
Mehr aus Fit und Gesund
A B C D E F G H I J K L M
N O P Q R S T U V W X Y Z
 Yoga für jedermann

Halt finden, dem Körper etwas Gutes tun, zur Ruhe kommen: Yoga macht’s möglich. Mit den Lehr- Videos von „YogaEasy“ können selbst Anfänger schnell erste Erfolge verbuchen. Probieren Sie es aus. Hier trainieren Sie mit nur wenigen Klicks mit. mehr

OZ-Leserforen

21. März ab 18 Uhr: Thema Rückenleiden
„Das Kreuz mit dem Kreuz – wann ist eine Operation unumgänglich?“ Über Rückensünden im Alltag, Probleme bei Eingriffen an der Wirbelsäule und OP-Gründe sprechen Top-Chirurgen: Prof. Dr. Wolfram Mittelmeier von der Unimedizin Rostock und Dr. Jan-Uwe Müller, Leitender Oberarzt am Uniklinikum Greifswald.

23. März ab 18 Uhr: Thema Diät
Sportwissenschaftler Felix Klemme ist zu Gast. Der durch die TV-Doku-Serie „Extrem schwer – Mein Weg in ein neues Leben“ bekannte Buchautor zeigt, wie Kilos purzeln und welcher Sport Sinn macht. Dann werden Gästefragen beantwortet.

27. März ab 18 Uhr: Thema Diabetes
Die Frage lautet: „Ist Diabetes Typ 2 heilbar?“ Dr. Philip Michel, Facharzt für Ernährungs- und Sportmedizin, verspricht, dass die Stoffwechseltherapie enorme Verbesserungen bewirkt. Prof. Dr. Wolfgang Motz, Ärztlicher Direktor des Klinikums Karlsburg, erläutert die Sicht der Diabetes-Profis.

Einlass für die OZ-Leser-Foren in Rostock, R.-Wagner-Straße 1a, ist ab 17. 15 bzw. am 23. März ab 17.30 Uhr.
Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung unter ☎ 03 81 / 365 122 wird gebeten, da die Platzkapazität begrenzt ist.