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Wismarerin hat Nasenspray und Inhalator immer dabei

Wismar Wismarerin hat Nasenspray und Inhalator immer dabei

Simone Vorbeck reagiert allergisch auf Pollen, Beeren und Nüsse

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Ab 17.45 Uhr live: OZ-Leserforum zum Thema Rückenleiden

Dr. Michael Biedermann

Wismar. Simone Vorbeck hat einiges ausprobiert, um ihrer Allergien Herr zu werden. „Es fing an, als ich 13, 14 Jahre alt war“, erzählt die 35-Jährige und greift ganz automatisch zum Taschentuch, um sich die Nase zu putzen. Damals waren es „nur“ die Augen, die tränten. Mit jeder Schwangerschaft verstärkten sich die Allergiesymptome. Drei Desensibilisierungen hat die Büroangestellte hinter sich, hat homöopathische Mittel, Schüßlersalze und sogar „Besprechen“ ausprobiert. Dazu eine Vielzahl an Medikamenten, die ihr das Leben erleichtern sollen. Derzeit hilft nur noch ein Wirkstoff: Fenistil. „Das verschreibt aber kein Arzt, dass muss ich mir selber kaufen“, erzählt die Wismarerin. „Wenn das nicht mehr hilft oder es zu schlimm wird, bekomme ich eine Kortisonspritze, die hilft dann drei Monate“, erzählt Simone Vorbeck. Augentropfen, Nasenspray und Asthmainhallator hat sie immer in der Handtasche.

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Simone Vorbeck reagiert allergisch auf Pollen, Beeren und Nüsse

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Auf die Frage, gegen was sie denn alles allergisch reagiert, muss sie schmunzeln. „Frag lieber, auf was nicht!“ Alles Blühende, dazu Penizillin beispielsweise. Und Kreuzallergene: „Wenn ich Haselnüsse oder frische Äpfel esse, schwillt mir der Hals zu. Bei Beeren wird mein Gesicht zum Streuselkuchen.“ Wenn die Pappel blüht, wenn dann die weißen Flocken fliegen, wird es besonders schwer.

Beim Spaziergang durch den Lindengarten bleibt das Taschentuch in der Hand. „Irgendwas blüht hier“, merkt sie, wischt sich die Tränen aus den Augenwinkeln und erzählt vom Hals, der langsam trocken wird. „Das merke ich sofort.“ Dabei steht die Saison erst vor der Tür. Die Allergien schränken ein. Ein paar Hausmittel helfen: „Ich wasche jeden Abend die Haare, dazu die Augen, Augenbrauen und Wimpern noch einmal extra.“ Ihre Wäsche darf nicht draußen trocknen, übers Kopfkissen kommt jeden Abend ein frisches Handtuch. In der Pollensaison die Augen schminken? „Das kann ich vergessen!“

Nachts wird sie trotzdem wach, weil es sich wie Sand in den Augen anfühlt.

Während andere sich über den Frühling, über Sonne und die erwachende Natur freuen, freut Simone Vorbeck sich über Regen. Der macht die Luft wieder sauber.

Laut Landesamt für Gesundheit und Soziales leidet jeder fünfte Mensch mittlerweile an Heuschnupfen, Tendenz steigend. Ausgelöst wird die Pollenallergie durch den Blütenstaub, also die Pollen von Gräsern, Sträuchern und Bäumen, aber auch durch Getreide und Wildkräuter. Zahlreiche Apps und Onlinedienste bieten aktuelle Pollenflugvorhersagen für die jeweilige Region.

Spezialist für Gelenke am OZ-Telefon

Etwa fünf Millionen Bundesbürger leiden an einer Verschleißerkrankung der Gelenke, der sogenannten Arthrose. Sie stellt eine erhebliche Minderung der Lebensqualität dar. Am häufigsten sind die großen Gelenke wie Knie, Hüfte und Schulter betroffen. Doch wann ist ein Gelenkersatz überhaupt notwendig, welche Alternativen gibt es? Wie haltbar und belastbar ist das Material? Diese und weitere Fragen beantwortet am Freitag, dem 24. März, beim OZ-Telefonforum „Künstliche Gelenke“ Dr. Michael Biedermann von den Helios Kliniken Schwerin. Der Chefarzt der Klinik für Orthopädie und sein Team implantieren oder wechseln etwa 700 künstliche Gelenke pro Jahr.

Als Facharzt für Orthopädie hat sich Biedermann frühzeitig auf arthroskopische (gelenkspiegelnde) Operationsverfahren spezialisiert. Unter seiner Mitwirkung entwickelte sich die Orthopädische Klinik Schwerin zu einem Zentrum für arthroskopische Operationen mit etwa 1000 arthroskopischen Eingriffen aller Schwierigkeitsgrade pro Jahr. Zu erreichen ist er am Freitag, dem 24. März, von 14 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 0385 / 5 20 23 77.

Immunsystem reagiert stark auf Allergene

Allergien sind weit verbreitet. Bei manchen Menschen ist es eine bestimmte Pollenart, bei anderen ein Nahrungsmittel und wieder andere reagieren auf das Gift einer Wespe allergisch. Das Symptomatische: Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem außergewöhnlich stark auf eine oder mehrere Substanzen – die Allergene. Die Symptome reichen von Schnupfen, brennenden Augen und allergischem Asthma über Hautreaktionen bis zu Magen-

Darm-Beschwerden.

Nicole Hollatz

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OZ-Leserforen

21. März ab 18 Uhr: Thema Rückenleiden
„Das Kreuz mit dem Kreuz – wann ist eine Operation unumgänglich?“ Über Rückensünden im Alltag, Probleme bei Eingriffen an der Wirbelsäule und OP-Gründe sprechen Top-Chirurgen: Prof. Dr. Wolfram Mittelmeier von der Unimedizin Rostock und Dr. Jan-Uwe Müller, Leitender Oberarzt am Uniklinikum Greifswald.

23. März ab 18 Uhr: Thema Diät
Sportwissenschaftler Felix Klemme ist zu Gast. Der durch die TV-Doku-Serie „Extrem schwer – Mein Weg in ein neues Leben“ bekannte Buchautor zeigt, wie Kilos purzeln und welcher Sport Sinn macht. Dann werden Gästefragen beantwortet.

27. März ab 18 Uhr: Thema Diabetes
Die Frage lautet: „Ist Diabetes Typ 2 heilbar?“ Dr. Philip Michel, Facharzt für Ernährungs- und Sportmedizin, verspricht, dass die Stoffwechseltherapie enorme Verbesserungen bewirkt. Prof. Dr. Wolfgang Motz, Ärztlicher Direktor des Klinikums Karlsburg, erläutert die Sicht der Diabetes-Profis.

Einlass für die OZ-Leser-Foren in Rostock, R.-Wagner-Straße 1a, ist ab 17. 15 bzw. am 23. März ab 17.30 Uhr.
Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung unter ☎ 03 81 / 365 122 wird gebeten, da die Platzkapazität begrenzt ist.