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Lichtenhagen 1992
Kröpeliner-Tor-Vorstadt
Künstlerin Alexandra Lotz erläutert Innenminister Lorenz Caffier die Idee für die Stele. FOTOS (2): THOMAS NIEBUHR

Vierte Lichtenhagen-Stele begleitet von Protesten eingeweiht

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Stadtmitte/Lichtenhagen
Die Künstler Alexandra Lotz und Tim Kellner und bei der Einweihung der Stele „Politik“ vor dem Rathaus. FOTOS (4): OVE ARSCHOLL

Gedenkfeier 25 Jahre nach den Ausschreitungen von Lichtenhagen / Erstes Kunstobjekt enthüllt

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Rostock
Vor dem Sonnenblumenhaus: Ralf Mucha sitzt für die SPD im Schweriner Landtag und ist Ortsbeiratschef in Lichtenhagen. Seit 1989 wohnt er in dem Stadtteil im Rostocker Nordwesten.

SPD-Politiker Ralf Mucha bricht im OZ-Interview eine Lanze für „seinen“ Stadtteil: Lichtenhagen sei nie ein Problemviertel gewesen. Und er ist überzeugt: Rostock hat aus den Ausschreitungen 1992 gelernt.

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Vor 25 Jahren: Fremdenfeindliche Ausschreitungen in Rostock

Im OZ-Interview erzählt Ortsbeiratschef Ralf Mucha über „seinen“ Stadtteil, der besser ist als sein Ruf, und wie er die Lage 1992 erlebt hat

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25 Jahre danach
Ausgaben der OSTSEE-ZEITUNG vom 21. August 1992 (oben) und vom 24. August 1992 (unten)

Mehrere Tageszeitungen haben in Rostock über die rassistischen Krawalle berichtet.
Vor dem Beginn sollen auch sie Stimmung gegen die Flüchtlinge gemacht haben.

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Vor 25 Jahren: Fremdenfeindliche Ausschreitungen an der Ostseeküste

Mehrere Tageszeitungen haben in Rostock über die rassistischen Krawalle berichtet. Vor dem Beginn sollen auch sie Stimmung gegen die Flüchtlinge gemacht haben.

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Chronologie der Ausschreitungen vom 22. bis 26. August 1992

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Rostock

Redakteure waren in Lichtenhagen im Dauer-Einsatz

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Rostock erinnert an die rassistischen Ausschreitungen vom August 1992 in Lichtenhagen: Vom 22.

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Lichtenhagen

Wolfgang Zöllick, damals stellvertretender Bürgermeister, erinnert sich

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Vor 25 Jahren: Fremdenfeindliche Ausschreitungen an der Ostseeküste
Blick auf den Teil des Sonnenblumenhauses, der am 24. August 1992 von den Gewalttätern in Brand gesetzt wurde.

Die rassistisch motivierten Gewalttaten haben deutlich gemacht: Die Politiker in der Stadt, der Landes- und Bundesregierung erkannten nicht die Dimensionen / Alarmsignale wurden verkannt / In der Gegenwart handeln Zivilgesellschaft, Politik und Polizei ko

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Rostock
Singen „Gedenkstücke“ zur Erinnerung an den Pogrom von Lichtenhagen: die Rostocker Dr. Hikmat Al-Sabty, Ruth Cosyns, Monika Schmidt und Steffi Böttcher (vl.) vor dem Sonnenblumenhaus.

Rostock erinnert im August an die rassistischen Ausschreitungen von 1992.

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OZ-Bild
Lichtenhagen: Das große Versagen

Die rassistisch motivierten Gewalttaten haben deutlich gemacht: Die Politiker in der Stadt, der Landes- und Bundesregierung erkannten nicht die Dimensionen / Alarmsignale wurden verkannt / In der Gegenwart handeln Zivilgesellschaft, Politik und Polizei ko

Chronologie der Ausschreitungen

Sonnabend, 22. August

Etwa 2000 Menschen versammeln sich am Abend vor dem Sonnenblumenhaus. Ab 20 Uhr werfen rund 200 Jugendliche und Erwachsene zertrümmerte Betonplatten auf die Zast und das Wohnheim der Vietnamesen. Anwohner applaudierten den Randalierern. Gegen sie haben die nur 30 eingesetzten Polizisten keine Chance. Erst ab etwa 2 Uhr können zusätzliche Polizeieinheiten und zwei Wasserwerfer aus Schwerin die Randalierer zurückdrängen.

Sonntag, 23. August

Gegen 12 Uhr versammeln sich etwa 100 Randalierer vor der Zast. Immer mehr Rechtsextremisten aus ganz Deutschland kommen nach Lichtenhagen. Einheiten des BGS und der Hamburger Bereitschaftspolizei rücken an. Ab 17.30 Uhr attackieren rund 200 Jugendliche erneut das Asylbewerberheim sowie das Wohnheim und stürmen Teile des Sonnenblumenhauses. Die Polizei wird mit Steinen, Molotow-Cocktails, Leuchtraketen und Signalmunition angegriffen.

Montag, 24. August

Bis 15 Uhr wird die Zast evakuiert, die vietnamesischen Bewohner jedoch nicht. Hunderte Gewalttäter greifen die Polizei zwischen der Zast und dem S-Bahnhof an. Beamte setzen vereinzelt ihre Schusswaffe ein. Gegen 21.25 Uhr werden die Einheiten vom Sonnenblumenhaus zurückgezogen. Gewalttäter setzen mit Molotowcocktails das Wohnheim der Vietnamesen in Brand. In dem Aufzug sind 150 Menschen eingeschlossen: vietnamesische Familien, Rostocker und ein ZDF-Team. Ein Wasserwerfer der Polizei macht der Feuerwehr bis 23 Uhr den Weg frei, den Brand zu löschen. Die Eingeschlossenen retten sich indes über das Dach in einen anderen Gebäudeaufzug.

Dienstag/Mittwoch, 25./26. August

Etwa 1200 Gewalttäter attackieren erneut Polizisten in Lichtenhagen. Erst ab Mittwoch gegen 2 Uhr kontrolliert die Polizei die Lage. Bei den mehrtägigen Ausschreitungen gab es glücklicherweise keine Toten. Verletzt wurden 204 Polizisten, davon einer schwer.