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Eine Woche Werbung für Warnemünde

Warnemünde Eine Woche Werbung für Warnemünde

Händler hadern teils mit Besucherzahlen / Guter Zulauf auf der Bummelmeile

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Das Wetter hatte Einfluss auf die Besucherzahlen. Dietmar Vogel, Vorsitzender des Gewerbevereins

Warnemünde. Wenn Warnemünde wie jetzt wieder bei der Warnemünder Woche ins Feiern kommt, geht es nicht allein um die sportlichen Erfolge und um das Amüsement, es geht auch um die Umsätze der Gewerbetreibenden, die Auslastung der Hotels und um die Werbung, die von einer solchen Großveranstaltung ausgeht.

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Händler hadern teils mit Besucherzahlen / Guter Zulauf auf der Bummelmeile

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Für den Vorsitzenden des Handels- und Gewerbevereins Dietmar Vogel könnte die Auslastung im Seebad besser sein. „Nach meiner subjektiven Einschätzung ist es die erste Warnemünder Woche, in der nicht alle Quartiere ausgebucht sind“, bedauerte Vogel gestern, aber das sei in erster Linie dem Wetter geschuldet, fügte er hinzu. Andererseits aber auch dem neuen Buchungsverhalten der Gäste, die immer kürzere Aufenthalte wünschten. „Das schlechte Wetter wird aber auf jeden Fall eine positive Auswirkung auf die Gastronomie und den Handel gehabt haben“, sagte der Chef des Handels- und Gewerbevereins.

Auf keinen Fall klagen kann Silke Greven, Pressesprecherin des Hotel Neptun. „Wir haben im Durchschnitt 300 unserer 338 Zimmer belegt“, sagte sie gestern. „Es gibt durchaus Gäste, die gerade zur Warnemünder Woche kommen, weil es ihnen zur Hanse Sail in der Stadt zu voll ist.“ Die Warnemünder Woche „ist eben noch etwas beschaulicher“, und „viele buchen ein Zimmer zur Molenseite, damit sie die Wettkämpfe verfolgen können“. Insofern ist der Warnemünder Woche nicht nur ein Umsatzfaktor, sondern auch ein Werbefaktor zuzurechnen.

Von einer Werbewirkung der Veranstaltung geht auch Gesine Schuer, Pressesprecherin der Warnemünder Woche aus. „Beim Drachenbootrennen haben wir fast 3000 Sportler auf dem Wasser, die aus der ganzen Bundesrepublik kommen“, sagte Gesine Schuer gestern. Aus eigener Erfahrung weiß sie auch, dass viele Reiseveranstalter sich nach Events erkundigen, bevor sie Warnemünde anlaufen. Punkten könne die Warnemünder Woche im Bereich der Werbung für das Seebad im sportlichen Angebot.

Wenn es um den wirtschaftlichen Erfolg geht, ist man sich auf der Bummelmeile weitgehend einig. Die Geschäfte laufen. Stefan Wellnitz, Inhaber eines Eisstandes an der Promenade, sagte gestern: „Wir sind das erste mal auf der Warnemünder Woche – und das ist für uns eine coole Sache.“ Sein Angebot werde gut angenommen: „Wir können uns nur freuen.“ Eisverkaufen ist dann vielleicht auch nicht die große Kunst, aber andere Stände waren auch stetig von den Gästen belagert.

Das allerdings zur Enttäuschung der stationären Händler am Strom. „Die Leute bleiben bei den Ständen stehen und kommen nicht zu uns“, sagte ein Verkäuferin in einem Textilgeschäft, die ihren Namen nicht nennen wollte. Sie haben zudem den Eindruck gehabt, dass die Zahl der Kunden am Wochenende geringer gewesen sei als bei vorangegangenen Warnemünder Wochen. Die Verkäuferin hat den Eindruck gewonnen, „dass viele Menschen die großen Ansammlungen mittlerweile meiden“.

Für Anja Sprenger, gleichfalls Verkäuferin in einem Bekleidungsgeschäft am Strom, „ist das alles ziemlich verhalten angelaufen“. Nach ihrer Auffassung habe sich die Zahl der Gäste bei der Warnemünder Woche verringert. „Das sei aber eine Entwicklung, die es schon seit ein paar Jahren gibt“, sagt Anja Sprenger, „und das ist nicht nur auf das schlechte Wetter zu Beginn zurückzuführen. Ich hätte mir auf jeden Fall mehr Gäste gewünscht.“

„Ich will über den Erfolg der Warnemünder Woche noch nichts sagen“, so Tom Burand, Mitarbeiter in einer Boutique am Bahnhof. „Da warte ich lieber noch das kommende Wochenende ab.“ Da könnten dann noch die Einkäufer kommen. „Bis jetzt“, sagt Burand, „bin ich zufrieden.“

Michael Schißler

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