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Greifswald 15-Jähriger Karl Marbach startet durch
Vorpommern Greifswald 15-Jähriger Karl Marbach startet durch
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00:10 02.03.2016
Hat seinen Gegner fest im Griff: Karl Marbach (blau)tritt im April bei den Deutschen Meisterschaften der A-Junioren an. Quelle: Ute Marbach
Wenn Trainer Manfred Groß über seinen Schützling Karl Marbach spricht kommt er ins Schwärmen: „Karls Trainingsfleiß ist seine Stärke. Ihm fällt nichts zu, er muss sich durchbeißen. Es gibt heute kaum noch Jungen in seinem Alter, die sich so quälen um etwas zu erreichen.“ Groß muss es wissen. Der erfahrene Trainer des Greifswalder Ringervereins kennt Karl schon viele Jahre und traut ihm auch bei den bevorstehenden Deutschen Meisterschaften einiges zu.

Es gibt kaum noch Leute, die sich so quälen, um etwas zu erreichen.“Manfred Groß, Trainer

Die Wettkämpfe finden vom 8. bis zum 10. April in Langenlonsheim (Rheinland-Pfalz) statt. Im Vorjahr wurde er als jüngerer A-Junioren-Jahrgang bereits vierter. Die drei Athleten, die damals vor ihm platziert waren, sind mittlerweile ausgeschieden. Das schürt natürlich Hoffnungen: „Ich will dort gewinnen“, sagt Karl selbstbewusst und schiebt hinterher: „Aber das ist doch das Ziel von jedem Sportler, der dort antritt.“

Dass er überhaupt einmal bei den Deutschen Meisterschaften antreten würde, war nicht abzusehen. „Karl war zwar schon immer groß und kräftig, doch besonders in den Anfangsjahren war er zu ängstlich und zurückhaltend“, erzählt Mutter Ute. Davon ist heute nichts mehr übrig geblieben. Seine Konkurrenz bei den A-Junioren in der Gewichtsklasse bis 85 Kilogramm dominiert er zumeist. Darum trainiert er bereits mit den Männern des Vereins. „Die Kämpfe mit den Männern bringen mich weiter. Man kann sich auch noch einiges abgucken und bekommt wertvolle Hinweise“, berichtet Karl. Der 15-Jährige misst jetzt schon stolze 1,90 Meter. „Vielleicht kommen da noch ein paar Zentimeter hinzu“, hofft Ute Marbach. „Als großer Ringer hat man durch längere Hebel Vorteile“, erklärt Karl.

Das Nachwuchs-Talent ist seit seinem fünften Lebensjahr aktiv und stammt aus einer wahren Ringerfamilie. Mutter Ute ist bei nahezu jedem Wettkampf dabei. Doch sie war nicht die treibende Kraft:

„Karls Vater hatte Freunde, die Ringer waren. Er hat sich gewünscht, dass seine Söhne auch einmal so kräftig werden“, so Ute Marbach. Auch Karls älterer Bruder hat viele Jahre gerungen.

Karls gute Leistungen der letzten Jahre sind auch außerhalb von Greifswald nicht unbemerkt geblieben. Für den Ringerverein Lübtheen wird er mit seinem Trainingspartner Arthur Schmidt in Zukunft einige Zweitliga-Kämpfe bestreiten. Und auch Junioren-Nationaltrainer Maik Bullmann wurde bereits auf Marbach aufmerksam. „Ich war vor einigen Wochen bei einem Trainingslehrgang und wurde als einziger in meiner Gewichtsklasse erneut eingeladen“ berichtet Karl.

Egal ob Nationalkader, Deutsche Nachwuchs-Meisterschaften oder die zweite Ringerliga in Lübtheen: Karl Marbach fällt nichts in den Schoß. Er hat sich alles hart erarbeitet und ist genau deshalb so erfolgreich.



Chris-Benjamin Beling

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