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Greifswald 1872 – Sturmflut forderte hier neun Menschenleben
Vorpommern Greifswald 1872 – Sturmflut forderte hier neun Menschenleben
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00:00 06.10.2016

2,64 Meter über den Normalstand stieg das Wasser im Jahr 1872 in Greifswald an. Bis heute ist es der höchste gemessene Pegelstand. In der Nacht auf den 13. November trat der Ryck über die Kaimauern. Das ganze Terrain von Wieck bis Neuenkirchen wurde überschwemmt. Etwa 18 Stunden verblieb der Wasserstand über der Marke von zwei Meter über normal. Schutzmaßnahmen gab es damals kaum. Deshalb waren die Auswirkungen verheerend.

9 Menschenleben forderte die Sturmflut hier. Allein beim Einsturz eines Waisenhauses starben drei Frauen und zwei Kinder.

Bei der Unterspülung der Wackerower Brücke versank ein D-Zug in den Fluten. Stark betroffen war auch das Hafengelände. Dort lagerten zahlreiche Waren, die durch das Wasser beschädigt wurden. Unter anderem waren die Hafenstraße sowie die Steinbecker- und Fettenvorstadt vollständig überschwemmt.

271 Tote durch das Hochwasser wurden in der gesamten deutschen Ostseeregion gezählt. Zahlreiche Schiffe kenterten, tausende Tiere starben. In den Jahren 1904 und 1913 gab es ebenfalls hohe Wasserstände in Greifswald. Zuletzt wurde 1995 ein kritischer Pegel erreicht. Das Wasser stieg damals 2,25 Meter über den Normalwert.

OZ

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