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24 Fässer in Ladebow gehoben – Inhalt unklar

Greifswald 24 Fässer in Ladebow gehoben – Inhalt unklar

Eine Untersuchung soll die letzten offenen Fragen klären / Gebiet bleibt wohl weiter eingezäunt

Greifswald. Was ist drin in den Fässern, die einst von der Nationalen Volksarmee (NVA) in einem mittlerweile als Sperrgebiet ausgewiesenen Grundstück in Ladebow verbuddelt wurden? Die örtlichen Ortsteilvertreter gehen davon aus, dass die 200-Liter-Behälter mit Fahrzeugkonservierungsstoffen befüllt wurden und forderten Politik und Behörden seit Jahren zum Handeln auf (die OZ berichtete).

Bestätigt hat sich dieser Verdacht bisher nicht. Die für das umzäunte Gelände nahe der Max- Reimann-Straße zuständige Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) lässt den Inhalt gerade untersuchen.

„Nach erster Einschätzung des Materials handelt es sich um Farb- und Konservierungsstoffe, von denen kein erhöhtes Risiko für Mensch und Umwelt ausgehen dürfte“, teilte Bima-Pressesprecher Thorsten Grützner Mitte August mit. Nun heißt es: „Wir müssen das Ergebnis eines Untersuchungsberichts abwarten. Das kann allerdings noch eine Weile dauern.“ Wie lange diese dauern soll, lässt er offen.

Statt der angenommenen zwölf wurden auf dem Gelände sogar doppelt so viele Fässer lokalisiert (Stand: 24. August), teilt Grützner weiter mit. „Die Fässer wurden noch am selben Tag fachgerecht verladen, abtransportiert und später im Rahmen einer Sammelentsorgung vernichtet.“ Damit sei ein „zertifiziertes Entsorgungsunternehmen“ beauftragt worden. Ob die wohl seit mehr als 40 Jahren vergrabenen Fässer dichtgehalten haben oder ob und wie stark der Boden belastet ist, soll ebenfalls erst mit den Untersuchungsergebnissen bekannt gegeben werden.

Da bislang offenbar nichts darauf hindeutet, dass auf dem Gelände gegenüber der Kleingärten weitere, möglicherweise giftige Stoffe zu finden sind, gebe es bei der Bundesanstalt Überlegungen, die seit März gültige Deklaration als „Sperrgebiet“ wieder aufzuheben. Dennoch solle der Bereich weiter umzäunt bleiben. Grützner: „Der Grund dafür ist, dass dort in der Vergangenheit immer wieder illegal Müll abgeladen wurde.“

  Der Bima gehören in Ladebow insgesamt rund 14 Hektar Grundstück. Der Bund ist der wichtigste Eigentümer noch bebaubarer Flächen Kai Lachmann

OZ

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