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Greifswald 40 Schiffe beeindruckten bei Gaffelrigg
Vorpommern Greifswald 40 Schiffe beeindruckten bei Gaffelrigg
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00:05 18.07.2016
Doreen Grommelt startete mit 14 erstmals beim Ryckhangeln und war schon fünf Mal dabei. Sie wurde Zweite und blieb unter zwei Minuten.

Greifswald Die Gaffelrigg ist einmalig in Deutschland. Nur hier gibt es eine Fahrt historischer Schiffe von einem Museumshafen in der Innenstadt durch einen Fluss Richtung Bodden. Zumindest meint das Horst Marx, der die Parade bei der 29. Auflage des Spektakels anlässlich des 26. Wiecker Fischerfestes kommentierte. Wie gewohnt mit Volker Pesch, dem Vorsitzenden des Greifswalder Museumshafenvereins. „Wieviele Schiffe wir gerade haben, weiß ich gar nicht“, sagte der auf Nachfrage von Marx. „Es sind 45 bis 50 bei steigender Tendenz.“ Ziel des größten deutschen Museumshafens sei es, Schiffe in Fahrt zu zeigen, erläuterte Pesch.

Amerikanerin Eve Stenson wird Weltmeisterin im Ryckhangeln / Sportbund regt Wettbewerb für Säule zur Würdigung der Sieger an / Feuerwerk zählt erneut zu den Höhepunkten des Spektakels

Der Begründer der Gaffelrigg, Reinhard Bach, war 2016 wieder mit seiner „Pommerschen Jagt“, der „Hoffnung“ dabei. „Ein 1919 gebautes Stahlschiff“, erläuterte Pesch. Als Bach dieses Schiff übernahm, sei es ein Wrack gewesen. Eine Bemerkung, die auch bei anderen Schiffen fiel. Da während des Fischerfestes die Öffnungszeiten der historischen Klappbrücke eingeschränkt sind, konnten sich die Zuschauer auch ein Bild von der Produktion der hiesigen Firma „Hanseyachts“ machen.

Segel setzten die Schiffe in der Regel erst hinter der Brücke. Eine Ausnahme war die „Hanne Marie“. Die „Greif“, wegen der Versandung des Rycks derzeit in Ladebow, gesellte sich auf dem Bodden zu den Schiffen und war für das Publikum kaum sichtbar.

Ein großes Spektakel war erneut die Weltmeisterschaft im Ryckhangeln. 35 Kinder, Frauen und Männer zwischen acht und 73 Jahren versuchten die Überquerung am Seil. So mancher landete auf der 42 Meter langen Strecke im Wasser. Bei den Männer gewann David Szaponiak vor Bernd Krüger und Immanuel Fuhrmann. Alle blieben unter 53 Sekunden. Neue Weltmeisterin wurde Eve Stenson aus Ohio/USA in einer Minute und elf Sekunden vor Doreen Grommelt, die auch unter zwei Minuten blieb. Über fünf Minuten war Julias Streich unterwegs. Das reichte für Rang drei. „Ich versuche 2017 wieder dabei zu sein“, sagte die glückliche Siegerin. Die 34-Jährige war schon mehrmals dabei. Sie arbeitete seit 2012 für das Greifswalder Max-Planck-Institut und ist aktuell in Garching tätig. Nach Einschätzung von Moderator Reinhard Bartl vom Greifswalder Sportbund war die zierliche Frau wie eine Katze auf dem Seil unterwegs. Bartl hofft, dass der neue Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne) einen langgehegten Wunsch erfüllt. So etwas wie eine Stele am Ufer mit den Namen der Gewinner des Ryckhangelns. „Sie darf auch grün sein“, scherzte er. Er regt eine Wettbewerb der Studenten des Caspar-David-Friedrich-Instituts für die Gestaltung an. Nach diesen beiden Spektakeln konnten die Besucher der Vielfalt der Angebote genießen. Ein bewährter Höhepunkt war das Höhenfeuerwerk am Samstagabend.

Eckhard Oberdörfer

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