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Greifswald 400 Arbeitslose mehr in Vorpommern-Greifwald
Vorpommern Greifswald 400 Arbeitslose mehr in Vorpommern-Greifwald
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Das Jobcenter in Greifswald: Die Einrichtungen im Landkreis hatten im Vergleich zum Vorjahresmonat über 800 Fälle weniger zu betreuen. Quelle: Peter Binder
Greifswald

Die Zahl der arbeitslosen Männer und Frauen ist im Agenturbezirk Greifswald im Vergleich zum Vormonat erwartungsgemäß angestiegen. „Dieser Anstieg fiel allerdings spürbar geringer aus als das durchschnittliche Zugangsplus in den vergangenen Jahren“, so Heiko Miraß, Chef der Arbeitsagentur. Gegenüber dem Oktober registrierte die Arbeitsagentur knapp 400 arbeitslose Personen mehr. Die günstige Entwicklung führt Miraß in erster Linie auf die anhaltend gute Konjunktur und zunehmende Arbeitskräfteknappheit zurück. „Wir beobachten seit Jahren, dass in typischen Saisonberufen weniger entlassen wird, weil es immer schwerer wird, zum Frühjahr wieder gute Leute zu finden“, erläutert Miraß.

Aktuell sind 10 168 Menschen auf der Suche nach einer bezahlten Beschäftigung. Die Arbeitslosenquote liegt bei 8,8 Prozent. Insgesamt zeigt sich trotz des saisontypischen Anstiegs zum Jahresende eine positive Entwicklung. Denn gegenüber November 2017 sind aktuell 1034 Menschen weniger arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote lag vor einem Jahr noch bei 9,5 Prozent.

Greifswald in einigen Branchen „traditionell stark“

Besonders erfreulich stellt sich die Arbeitsmarktsituation in Greifswald dar. „Erstmals seit der Wiedervereinigung ist die Arbeitslosenquote unter die 8-Prozent-Marke gerutscht“, sagt der Agenturchef erfreut. Diese günstige Situation in der Universitäts- und Hansestadt führt er auf die anhaltend gute Beschäftigungsentwicklung zurück. „Gerade in Branchen mit Beschäftigungszuwächsen ist Greifswald traditionell stark“, so Miraß. Auch sei der Arbeitsmarkt in Greifswald wenig saisonalen Schwankungen unterworfen, erklärt er.

Im aktuellen Berichtsmonat bereiteten sich 807 Personen in einer beruflichen Weiterbildung auf den beruflichen Wiedereinstieg vor und 688 Beschäftigungsverhältnisse wurden mit einem Eingliederungszuschuss beziehungsweise Gründungszuschuss gefördert. „Regelmäßig melden sich zum Ende der Saison insbesondere Menschen aus der Tourismusregion Usedom arbeitslos“, erläutert Miraß. Allein im Zuständigkeitsbereich der Geschäftsstelle Wolgast, wozu auch Usedom zählt, wurden gegenüber dem Vormonat 333 arbeitslose Menschen mehr gezählt. Die Arbeitslosenquote stieg dort von 6,4 auf 7,9 Prozent. Die weiteren Quoten: Greifswald 7,4 Prozent, Ueckermünde 9,5 Prozent, Anklam 10,9 Prozent und Pasewalk 11,9 Prozent. Im Vorjahresvergleich wurden die stärksten Rückgänge mit minus 14,7 bzw. minus 12,4 Prozent in den Geschäftsstellen Wolgast und Ueckermünde registriert. In der Geschäftsstelle Greifswald fiel der Rückgang mit minus 5,2 Prozent vergleichsweise gering aus.

Die Agentur für Arbeit (Rechtskreis SGB III, Arbeitslosenversicherung) betreute im November 3443 Arbeitslose und damit 201 weniger als vor einem Jahr. Die Jobcenter (Rechtskreis SGB II, Grundsicherung) waren für 6725 arbeitslose Personen verantwortlich, 833 weniger als im November 2017.

Viele Stellen in der Leiharbeitsbranche

Im November konnten 449 neue Arbeitsangebote eingeworben werden. Insgesamt betreuen die Vermittlerinnen und Vermittler des Arbeitgeberservice aktuell 1961 Offerten, 5,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die größte Nachfrage stammt aus dem Bereich der Leiharbeit (378). Diese Stellenmeldungen doppeln sich jedoch zum Teil mit den Bedarfen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen (237), dem Gastgewerbe (226), dem verarbeitenden Gewerbe (216) und dem Handel mit 187 Offerten. Die Arbeitgeber bieten fast ausschließlich (98 Prozent) sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsmöglichkeiten, meist zur sofortigen Besetzung (94 Prozent) und in Vollzeit (84 Prozent). Bei 1663 Offerten (85 Prozent) handelt es sich um unbefristete Stellen.

Zum Jahresende wird die Arbeitslosigkeit saisonal bedingt weiter ansteigen. „Mit dem ersten Wintereinbruch wird es auch aus den im Außenbereich tätigen Branchen vermehrt zu Arbeitslosmeldungen kommen“, prognostiziert Miraß.

OZ

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