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Greifswald 455 Jahre Bildung

Das Jahngymnasium ist ab 2017 Profilschule für Altgriechisch und Latein

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Projektwoche am Jahngymnasium: Albert Koch, Marvin Möller und Marc Moll (von links nach rechts, alle aus der 7d) gestalten eine Figur.

Quelle: Christopher Gottschalk

Greifswald. Das Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium ist ein Urgestein. Die Gründung der ältesten Schule Greifswalds geht bis auf das Jahr 1561 zurück, ab kommendem Jahr will sie zu einem „Förderzentrum für die Altsprachen werden“, sagt Schulleiter Bernd Albrecht (56). Als Profilschule wird sie Latein und Altgriechisch anbieten. Eine zusätzliche Lehrerstelle wird dafür geschaffen, finanziell unterstützt vom Land MV. Eine Idee ist, eine AG „Altsprachen“ zu gründen, an der Schüler aus anderen Schulen teilnehmen können. Somit bietet das Jahngymnasium neben Englisch und den Altsprachen mit Französisch, Schwedisch und Spanisch (ab der 10. Klasse) sechs Fremdsprachen an.

OZ-Bild

Das Jahngymnasium ist ab 2017 Profilschule für Altgriechisch und Latein

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Lehrer: Fortbildung durch IQ-MV

An der Schule arbeiten mehr als 50 Lehrkräfte. Eine Schulsozialarbeiterin hilft bei Problemen im Schulalltag. Referendare werden ausgebildet. Die Lehrer nehmen an Fortbildungen des Instituts für Qualitätssicherung Mecklenburg-Vorpommern (IQ-MV) und an fachspezifischen Fortbildungen teil, so zu Integrationskonzepten und zum Umgang mit Tablets im Unterricht. Elterngespräche finden regelmäßig statt.

Schulnavigator

Die OZ präsentiert im Schulnavigator alle weiterführenden freien und staatlichen Schulen in Greifswald und der Umgebung.

Bisher sind erschienen:

Schlossgymnasium Gützkow, Ostseegymnasium, Freie Waldorfschule, Caspar-David- Friedrich-Schule, die Montessorischule, das Humboldtgymnasium, Fischerschule, Martinschule und die Boddenschule in Neuenkirchen.

Freizeitangebote: Sport, Musik, Kunst

Das Jahngymnasium ist eine gebundene Ganztagsschule, hinzu kommt ein freiwilliges Nachmittagsprogramm. Die Schüler können an Kursen zur Fotografie, Keramik und Musik teilnehmen. Das jährlich stattfindende Schulmusical wird in einer Ganztags-AG vorbereitet. Zum Sportangebot gehören Fußball, Basketball, Judo, Badminton oder Tanz. Am Schuljahresende können Schüler AG-Wünsche für das nächste Jahr äußern.

„Wir sind eine Schule, die sich durch ihr breites Angebot auszeichnet“, sagt Bernd Albrecht. Schüler wählen bei ihrer Anmeldung eine sogenannte Profilschiene. Die Jugendlichen können Schwerpunkte in Sprachen, in Kunst und Musik oder in Mathematik und Naturwissenschaften setzen. Jeweils zwei Stunden Wahlpflichtunterricht und zwei Stunden im Ganztagsangebot behandeln das jeweilige Profil in den Klassenstufen 7 bis 8, in der 9. und 10. sind es vier Stunden Wahlpflichtunterricht.

Im Sprachenprofil wird zweisprachig gelernt, Themen reichen von Chemie bis Geschichte. Im Bereich Mathematik und Naturwissenschaften werden zum Beispiel autonome Roboter gebaut und in Kunst und Musik stehen Chor- oder Musicalprojekte bereit.

Zudem hat das Jahngymnasium eine Partnerschule im schwedischen Lund, die die 9. oder 10. Klassen besuchen. Mit einer Pariser Schule findet regelmäßig ein Schüleraustausch statt. In der 12. Klasse geht es für Lateinschüler auf eine Studienreise nach Rom oder Trier. Sie wird von der 1997 gegründeten Altsprachenstiftung des Jahngymnasiums gefördert, die auch einen Lateinwettbewerb in der 7. und 8. Klasse unterstützt. Klassen- und Studienfahrten steuern Ziele in Deutschland und Europa mit Neunt- und Elftklässlern an.

Die 690 Jahnschüler sollen mehr lernen als nur Fachinhalte, obwohl die Abiturnote sehr wichtig sei, sagt Bernd Albrecht. Wenn sie selbst entscheiden können, was sie vom Leben möchten und gut mit ihren Mitmenschen umgehen, ist der Schulleiter zufrieden.

„Selbstbewusste Schüler, die stolz auf ihr Abitur sind, das ist das Ziel“, sagt er. „Schule muss Anregungen geben und nicht stur Inhalte eintrichtern.“ Zur Studienvorbereitung schreiben Zehnt- und Elftklässler eine Hausarbeit, hinzu kommt ein Fach Studienorientierung und eine regelmäßige Berufsberatung.

Zum breiten Angebot der Bildungseinrichtung gehören auch Kurse für ausländische Zuwanderer, in denen die deutsche Sprache als Alltags- und als Bildungssprache sowie fachliches Wissen und Kompetenzen gelehrt werden. In den Klassen 11 und 12 lernen momentan sechs dieser Schüler für ihr Abitur, ingesamt sind es rund 40.

Jahnschüler lernen in Blöcken von je 80 Minuten, Pausen dauern mindestens 15 Minuten. Ab nächstem Schuljahr können sich Schüler in der 7. Klasse für Tabletklassen anmelden. Diese Geräte müssen privat gekauft werden. Zunächst will die Schule Erfahrungen sammeln, in Zukunft könnten weitere Tabletklassen entstehen.

Essen: vielfältiges Angebot

In den zwei Gebäuden der Schule steht jeweils ein Essensraum bereit. Die Schule bietet ein Menü an, ein Gericht kostet 3,25 oder 3,45 Euro. Dazu gehört ein vegetarisches Angebot. Schüler können aus verschiedenen Gerichten des Anbieters Apetito wählen. Auf dem Weg zwischen den Gebäuden der Schule liegt eine Dönerbude, die zusammen mit anderen Essensangeboten in der Innenstadt genutzt wird.

Förderangebote: passend zum Profil

Schüler können im Ganztagsangebot Kurse wählen, die zu ihren Profilen passen. So gibt es einen Plattdeutschkurs und jedes Schuljahr verschiedene Kurse zur Förderung der Mehrsprachigkeit, außerdem Kurse in Technik und Kunst. In der Individuellen Lernzeit (ILZ) können Hausaufgaben unter Lehreraufsicht erledigt werden. Die ILZ ist zweimal wöchentlich, dort können Leistungsstarke und -schwache jeweils passende Aufgaben lösen.

Ausstattung: PC in jedem Raum

Zum Jahngymnasium gehören zwei Gebäude aus den 1870er Jahren, die 240 Meter voneinander entfernt in der Greifswalder Innenstadt liegen. Stellplätze für Fahrräder stehen bereit. Jeder Klassenraum ist mit einem PC, Beamer, Kreidetafel und interaktiver Tafel versorgt. Die Schule verfügt außerdem über eine eigene Biblitohek und Sporthalle, Fachräume für Naturwissenschaften, Kunst und Musik und vier Computerräume.

Christopher Gottschalk

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