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500 Azubi-Stellen im Kreis unbesetzt

Greifswald 500 Azubi-Stellen im Kreis unbesetzt

Arbeitsagentur-Geschäftsführer Klaus-Peter Köpcke steht Schülern des Greifswalder Jahn-Gymnasiums Rede und Antwort

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Nach dem Gespräch mit der Band gab’s ein Gruppenfoto: Clarisse Rudloff, Pianist Niklas Bladt, Lilly Streblow, Sängerin Andrea Ríos Schmitz, Schlagzeuger Valentin Steinle, Malin Akrami, Bassist Jonathan Muth, Sarah Schnell-Langmaack und Josephine Gallas (v.l.).

Quelle: Fotos: Hannes Ewert

Greifswald. Gina: Was haben Sie studiert und wie sind Sie zu ihrem Beruf gekommen?

OZ-Bild

Arbeitsagentur-Geschäftsführer Klaus-Peter Köpcke steht Schülern des Greifswalder Jahn-Gymnasiums Rede und Antwort

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Klaus-Peter Köpcke: Damals hieß der Studiengang „Diplom Verwaltungswirt“, heute „Bachelor of Arts“. Beim Studium hatte ich mit Kommunikations- und Rechtswesen zu tun. Zu meinem Beruf bin ich eher durch Zufall gekommen. Ich wollte zur Armee, aber es war dann doch nichts für mich, und mein Berufsberater hat mir dann zum öffentlichen Dienst geraten.

Kim: Welche Berufe sind in MV am beliebtesten?

Köpcke: Die Berufe im Dienstleistungssektor sind beliebt, zum Beispiel Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen und auch im Verkauf.

Kim: Welche Berufe sind weniger gefragt?

Köpcke: In vielen Bereichen gibt es einen Mangel, zum Beispiel in der Gastronomie und im Gesundheits- sowie Pflegebereich. Auch gibt es Schwankungen in der Industrie.

Lilly: In welchen Berufen können wir in unserem Alter arbeiten?

Köpcke: Für euch ist es schon möglich, kleine Ferienjobs anzunehmen, wie Hilfsarbeiten in Eisdielen, aber man muss dabei natürlich auch an das Jugendschutzgesetz denken.

Paul: Welche Praktika sind beliebt?

Köpcke: In allen Bereichen gibt es die Möglichkeit, ein Praktikum zu machen. Beliebt bei den Jungen ist immer noch der Kfz-Mechatroniker, bei den Mädchen sind Ausbildungen im Gesundheits- und Handelswesen beliebt.

Meike: Welche Chancen und Möglichkeiten haben junge Flüchtlinge auf Ausbildung und Studium?

Köpcke: Am wichtigsten sind die Sprachkenntnisse, da häufig in einer Ausbildung eine Fachsprache nötig ist. Wenn diese Kenntnisse vorhanden sind, dann steht einer Ausbildung nichts mehr im Weg. Jedes Jahr sind bis zu 500 Stellen im Landkreis frei.

Gina: Was würden Sie uns bei der Berufswahl empfehlen?

Köpcke: Man soll das machen, was einem gefällt und darauf achten, welche Möglichkeiten es gibt, den Beruf später auszuleben. Und bitte nicht nach anderen richten!

Darum wird auf dem Schulhof gerockt

/Ueckermünde. Zum vierten Mal hat die Arbeitsagentur jetzt zusammen mit der Greifswalder Musikfabrik den Tag „Rock on wheels“ auf die Beine gestellt – ein Projekt zur Berufsorientierung für Achtklässler. Auf dem Schulhof der Regionalschule Ueckermünde spielten am Montag zwei Bands Konzerte, die Schüler lernten kreative Berufe kennen, die damit in Zusammenhang stehen. Tontechniker, Kameraleute, Köche, Grafik- und Webdesigner waren dabei.

Ein Workshop wurde auch von der OSTSEE-ZEITUNG gegeben. OZ-Redakteur Hannes Ewert erklärte elf Schülern, wie Zeitung gemacht wird. Dann ging es an die Praxis: Zu den Arbeitsaufträgen gehörten Band-Interviews und ein Gespräch mit dem operativen Geschäftsführer der Bundesagentur für Arbeit in Greifswald, Klaus-Peter Köpcke. Ziel dieses Workshops waren die beiden Interviews (siehe unten).

Das Projekt „Rock on wheels“ startete 2014 in Loitz.

„Immer ehrlich bleiben“

Greifswald. Wie wird man Musiker? Wie fühlt es sich an, auf der Bühne zu stehen? Schüler haben die Greifswalder Band „Andrea Ríos und das Nickville Trio“befragt.

Schüler: Wie seid ihr auf den Namen der Band gekommen?

Andrea: Das Trio existierte bereits, ich habe ebenfalls schon gesungen. Durch das Musical des Greifswalder Jahn-Gymnasiums haben wir zusammengefunden. Wir haben das Ganze fusioniert und den Stil des Trios übernommen.

Schüler: Welche Musik spielt ihr?

Andrea: Es ist eine Art Soul-Jazz. Jedoch spielen wir eher das, was uns gerade Spaß macht.

Schüler: Macht ihr euer Hobby mal zum Beruf?

Band: Ja, das ist unser Traum. Man wird gezwungen, kreativ zu sein. Somit bleibt man fit im Kopf.

Schüler: Wie oft tretet ihr auf?

Band: Im vergangenen Jahr hatten wir alle zwei bis drei Wochen Auftritte. Unseren größten Auftritt hatten wir im Januar in der Stadthalle, zum Neujahrsempfang der Bundeskanzlerin.

Schüler: Woher nehmt ihr die Ideen?

Andrea: Aus dem Leben. So kann man sich mit seinen Problemen auseinandersetzen. So bleibt man ehrlich.

Schüler: Was haltet ihr von Casting Shows?

Jonathan: Gar nichts. Die meisten Casting Shows laufen bei RTL, und das wollen wir nicht unterstützen.

Niklas: Man wird nur ausgenutzt, es ist keine Ehre, dort zu spielen. Die Band wird als Ware gehandelt und soll dem Sender Geld bringen.

Schüler: Habt ihr Lampenfieber?

Band: Jetzt nur noch vor größeren Auftritten. Diese Aufregung wandelte sich in Vorfreude um.

Das Interview führten: Clarissa Rudloff, Lilly Streblow, Josephine Gallas, Sarah Schnell-Langmaack, Malin Akrami

OZ

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