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500 Unterschriften pro Grundschule

Karlshagen 500 Unterschriften pro Grundschule

Karlshagener Initiative sieht Bürgerbegehren optimistisch entgegen / Viel Solidarität auch aus dem Umland

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Claudia Beuster-Acker (links) und Sandra Harder beim Sichten der vielen Unterschriftenlisten. Der Wolgaster Anwalt Sebastian Hornung gibt der Initiative rechtlichen Beratungsbeistand.

Quelle: Steffen Adler

Karlshagen. Ein Bürgerbegehren für den Erhalt der eigenständigen Grundschule im Ostseebad wird immer wahrscheinlicher. Die Initiativgruppe um Claudia Beuster-Acker und Franka Scheil sowie Alexander Herbst hat in den zurückliegenden Tagen reichlich Unterschriften dafür gesammelt, ist mit vielen Einwohnern ins Gespräch gekommen und dabei meist auf Verständnis gestoßen.

Die Volks-

vertreter müssen doch spüren, dass hier etwas falsch gelaufen ist.“Claudia Beuster-Acker

„Wir bewegen uns auf die Marke von 500 Unterschriften zu“, informierte gestern Sandra Harder vom Schulförderverein der Grundschule. Sie sei positiv überrascht vom riesigen Echo auf das Anliegen, die Regional- und die Grundschule auch künftig als zwei selbstständige Einrichtungen zu erhalten. Am 4. August hatte die örtliche Gemeindevertretung mit zehn zu fünf Stimmen hingegen dafür votiert, beide Schulen bis zum Beginn des Schuljahres 2017/18 zusammenzulegen (die OZ berichtete). Ein Beschluss, der einerseits im Sitzungssaal für Unverständnis und sogar Tränen der Enttäuschung gesorgt hatte, andererseits aber auch die Befürworter der separaten Grundschule noch einmal aktiv werden ließ. Während die Entscheidung der Gemeindevertretung über das zuständige Amt Usedom Nord inzwischen zur Bearbeitung an das Kreis-Schulverwaltungsamt gesendet worden ist, geht die Unterschriftensammlung für das Bürgerbegehren weiter. Obwohl die nötigen 282 Unterschriften (zehn Prozent der stimmberechtigten Einwohner) längst vorliegen, will die Initiative nun eine so große Resonanz vorweisen, dass die Gemeindevertreter sich gezwungen sehen, sich bei der erneuten Beschäftigung mit dem Thema noch einmal sachlich mit allem Pro und Kontra auseinanderzusetzen. „Wir denken, die gewählten Volksvertreter müssen doch spüren, dass hier irgendetwas falsch gelaufen ist, wenn so viele Einwohner gegen ihren Beschluss votieren. Wozu aber sind sie gewählt? Doch wohl, um die Interessen der Bürger zu vertreten“, meint Claudia Beuster-Acker. Und Sandra Harder ergänzt: „Da wir soviel Zuspruch auch aus den umliegenden Gemeinden erhalten, wollen wir auch dies festhalten. Diese Unterschriften fließen zwar formell nicht in das Bürgerbegehren ein, aber sie stärken uns den Rücken und sollten den Befürwortern des Schul-Zusammenschlusses zumindest zu denken geben.“ Die Befürworter der Fusion (die aber rein formell eher ein Anschluss wäre) bringen immer wieder den Schulentwicklungsplan und damit Gefahren für den Fortbestand beider Schulen ins Gespräch. Die Gegner weisen indes darauf hin, dass weder die Grund- noch die Regionalschule bis 2019/2020 gefährdet sind. Geld einsparen könne die Gemeinde auch nicht – was also soll für die Fusion sprechen? „Nichts“, sind sich Beuster-Acker, Harder und Sebastian Hornung, Wolgaster Anwalt, der die Initiative berät, einig. Hingegen bleibe im Fall der Zusammenlegung das Wichtigste auf der Strecke: ausreichend Zeit für die jüngsten Schüler. So würden aus wöchentlich bisher 20 Leitungsstunden der Grundschulleiterin nur noch vier Koordinierungsstunden pro Woche. Zu wenig.

Die Unterschriften und der Antrag aufs Bürgerbegehren müssen bis spätestens 16. September abgegeben werden. Die Initiative hat sich auch an den Bürgerbeauftragten des Landes gewandt.

Steffen Adler

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