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Greifswald 6:0 – Greifswalder FC in Torlaune
Vorpommern Greifswald 6:0 – Greifswalder FC in Torlaune
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00:00 10.10.2016
Nur mit einem Foul kann SG-Torwart Marcel Prieß hier den Greifswalder Maxim Banaskiewicz stoppen. Den fälligen Strafstoß nutzt der GFC zum 4:0. Paul Schneidewind beobachtet den Zweikampf. Quelle: Ronald Krumbholz

Der Fußball-Verbandsligist Greifswalder FC war zwar der Favorit in dem Pokalspiel, doch die Mannen um Trainer Hagen Reeck waren gewarnt. Immerhin hatte das Landesligateam der SG Karlsburg/Züssow zuvor den Verbandsligisten Friedland aus dem Pokal geworfen. Die Überraschung blieb aber aus. Der GFC setzte sich souverän mit 6:0 (4:0) durch.

Der favorisierte Verbandsligist gibt sich im Landesklassen-Pokal bei Karlsburg/Züssow keine Blöße

„Wir haben eine absolut konzentrierte Leistung abgerufen. Ich kann meiner Mannschaft nach diesem Sieg ein großes Lob aussprechen“, sagte Reeck. Für SG-Coach Edwin Hübner trat das ein, was man erwarten durfte: „Der GFC hat eine starke Mannschaft und verdient gewonnen. Mit unserer Leistung bin ich trotz des Ergebnisses zufrieden. Wir haben gut gespielt und uns in keiner Phase des Spiels versteckt.“

Dass der Favorit das Spiel nicht auf die leichte Schulter nahm, war von Beginn an zu sehen. Der Verbandsliga-Spitzenreiter machte sofort Druck. Die Spielgemeinschaft stand dementsprechend tief und war erst einmal damit beschäftigt, den Gegner vom Strafraum fernzuhalten. Allerdings ging dies nicht lange gut. Die frühe Führung, nach einer Ecke, erzielte Frank Rohde mit einem sehenswerten Fallrückzieher nach nur zehn Minuten. Die SG-Defensivabteilung konnte nur zuschauen.

Der Greifswalder FC ließ nicht locker. Kurz nach dem Führungstreffer war es wieder Rohde, der SG-Keeper Prieß mit einem satten Schuss prüfte. Wenig später konnte der Torwart einen abgefälschten Freistoß von Hartwig gerade noch an die Latte lenken. Die Hausherren schüttelten sich kurz. Brandenburg hatte Bischoff bedient, der diesen schönen Spielzug mit einem Schuss über das Tor abschloss.

Nach 23 Minuten kamen die Gastgeber zum Ausgleichstreffer, den der Schiedsrichter aber wegen einer Abseitsstellung zurückpfiff und damit den Jubel der SG-Anhänger unterdrückte. Oberländer hatte einen Abklatscher des Greifswalder Torhüters abgestaubt, stand dabei aber definitiv im Abseits.

Quasi im Gegenzug machten es die Gäste dann besser. Wieder segelte ein Freistoß, von Simdorn getreten, in den Strafraum der SG Karlsburg/Züssow. GFC-Kapitän Henkel stieg am höchsten und köpfte zum 2:0 ein. Bis zur Pause schraubten die Gäste das Ergebnis auf 4:0. Erst war es Banaskiewicz, der nach einem Eckenfestival den Ball zum 3:0 über die Linie stocherte, dann traf Kröger mit dem Pausenpfiff per Foulstrafstoß zum 4:0.

„Im ersten Durchgang haben wir unnötige Gegentore bekommen. Man muss aber auch sehen, dass die Greifswalder eine viel höhere Qualität haben und diese gut einsetzten. Im zweiten Abschnitt kamen wir besser ins Spiel“, sagte SG-Trainer Hübner.

In Hälfte zwei ließen es die Greifswalder dann ruhiger angehen und mussten gleich eine Schrecksekunde überstehen. Henkel vertändelte als letzter Mann den Ball an Schuldt, doch GFC-Keeper Person bügelte diesen Schnitzer wieder aus. Der schönste Spielzug des Tages mündete dann im fünften Treffer für den GFC. Hartwig hatte den Ball erobert und Olszar bedient, der die Kugel quer auf den einlaufenden Lösel passte. Mit dem 5:0 für die Greifswalder war dann alles klar.

Der Rest der Partie war Schaulaufen. Die Gäste ließen nun die eine oder andere Chance der Heimelf zu, die zumindest den Ehrentreffer erzielen wollte, doch das letzte Tor der Partie gab es für den GFC. Nachdem der eingewechselte Chougourou sich bis zur Grundlinie durchtanken konnte, übernahm Banaskiewicz dessen Rückpass und überraschte Prieß im Tor der Karlsburger.

Vier Minuten nach diesem Treffer holte sich GFC-Spieler Colak die zweite Gelbe ab und musste das Spielfeld vorzeitig verlassen. „So etwas passiert. Ich mache Scholli da keinen Vorwurf“, nahm es GFC-Trainer Reeck gelassen.

Für SG-Kapitän Henry Brandenburg war der GFC-Erfolg verdient: „Der Klassenunterschied war sichtbar. Für uns war es dennoch ein schönes Erlebnis, kann man doch daraus lernen, was man selbst noch verbessern kann.“

Statistik

SG Karlsburg/Züssow: Prieß – Ron Oberländer, Eichelkraut, Troge, Schneidewind – Schuldt, Löwe, Brandenburg, Raik Oberländer (72. Rico Oberländer) – Bischoff, Henkel (46.

Möller)

Greifswalder FC: Person – Colak, Berger, Henkel, Kröger (65. Chougourou) – Olszar (65. Gellentin), Hartwig, Simdorn, Lösel (75. Schadofske) – Rohde, Banaskiewicz

Tore: 0:1 Rohde (10.), 0:2 Henkel (24.), 0:3 Banaskiewicz (39.), 0:4 Kröger (45.+1/Foulelfmeter), 0:5 Lösel (51.), 0:6 Banaskiewicz (80.)

Schiedsrichter: Matthias Bastian (Rostock); Florian Markhoff, Stefan Beyer

Gelbe Karten: Bischoff (43.), Schuldt (45.).

Gelb-Rote Karte: Colak (80.)

Andreas Bruger und Philipp Weickert

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