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Greifswald 600000 Euro für Sanierung von St. Jacobi
Vorpommern Greifswald 600000 Euro für Sanierung von St. Jacobi
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00:01 23.05.2016
In der Jacobikirche wurden die Besucher des Tags der Städtebauförderung zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Quelle: Eckhard Oberdörfer

Im Herbst dieses Jahres soll die Jacobikirche 600000 Euro aus dem Städtebaufördertopf erhalten. Das kündigte Landeswirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) bei der Eröffnung des zweiten Tags der Städtebauförderung im Dom an.

Die Stadtsanierung

1991begann die Stadtsanierung in MV.

1,5 Millionen Euro Städtebaufördermittel bekommt der Dom für die Sanierung seines Turms.1,6Millionen Euro erhält die Marienkirche für die laufende Sanierung von Außenmauerwerk, Sicherungsmaßnahmen und die Fenster. 180000 Euro bekam schon die Jacobikirche für ihr Dach. Die Josephkirche erhielt bisher 41000 Euro.

Große Freude bei Pastor Michael Mahlburg. „Damit können wir den ersten Bauabschnitt der Sanierung angehen“, sagte er. Dieser umfasst Mauerwerk und Gewölbe des Chores und des Kirchturms. Dort sind bereits deutlich Risse erkennbar, bei starkem Wind sind schon Ziegel vom Dach gefallen. Der Kirchturm brannte 1955 ab und wurde dann wieder aufgebaut. „Wie bei den kriegszerstörten Lübecker Kirchen wurde dabei Beton eingesetzt“, erläutert Mahlburg. Das ist wahrscheinlich eine Ursache der Probleme. Der zweite Bauabschnitt umfasst das Kirchenschiff. Alles in allem werden geschätzt 2,1 Millionen Euro nötig sein. „Dabei ist es nur eine Sanierung des Äußeren“, betont der Pastor.

Mehr als 4,4 Millionen Euro Städtebaufördermittel haben die vier innerstädtischen Kirchen seit der Wiedervereinigung für die Sanierung der Gebäude und die Umgestaltung ihres Umfelds schon bekommen. Darauf wies Bausenator Jörg Hochheim (CDU) hin. „Das sind sehr gut angelegte öffentliche Mittel“, betonte der Vize-OB in seiner Ansprache. Die Kirchen seien indentitätsstiftende Bauwerke der Geschichte, Symbole des Aufstiegs der Hansestädte. Sie böten auch Räume für das kulturelle und soziale Leben. Ausstellungen, Konzerte, und Immatrikulationsfeiern fänden hier statt. Für Festivals wie den Nordischen Klang und die Bachwoche seien Kirchen von großer Dedeutung. Nicht zuletzt seien diese für die touristische Attraktivität Greifswalds als Teile der europäischen Route der Backsteingotik wichtig. St. Nikolai und St. Marien sind Denkmale von nationaler Bedeutung. Allein der Dom wird täglich von 800 Menschen besucht.

„Es ist einmalig, dass eine Stadt so viele Städtebaufördermittel für ihre Kirchen einsetzt“, lobte Architekt Burkhardt Eriksson, der den Gästen die geplanten Arbeiten am Turm des Doms vorstellte.

Stralsund tue sich da viel schwerer. Fünf Millionen Euro sind insgesamt für die Turmsanierung nötig. Sie soll Ende 2017 beendet sein.

„In der nächsten Woche geht es los“, informierte Eriksson. Die Rüstung steht bereits, die hier normalerweise nistenden Vögel sind umgezogen. Sieger der Ausschreibung sei die Greifswalder Hochbau GmbH. Die Arbeiter sollen unter anderem bei der letzten Sanierung des Doms verwendete, hart gebrannte Steine aus Großräschen entfernen. Die neuen Ziegel sind weicher. Für den Austausch würden etwa 10000 neue Steine benötigt, so Eriksson. Zuganker und Edelstahlnadeln sollen größere Risse künftig verhindern. Repariert werden soll auch die Turmuhr mit ihrem dreieinhalb mal dreieinhalb Meter großen Zifferblatt. „Es wäre ein Frevel, das jetzt nicht zu tun“, meint Eriksson. Leider werde man dafür wahrscheinlich keine Städtebaufördermittel einsetzen können.

Insgesamt knapp 20 Angebote in der Nikolai-, der Joseph-, der Jacobi- und der Marienkirche konnten die Besucher des Tags der Städtebauförderung nacheinander wahrnehmen. Die Gützkower Blaskapelle geleitete den Zug durch die Stadt. Joseph- und Jacobikirche luden auch auf ihre Dachböden ein.

Eckhard Oberdörfer

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