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Greifswald 65-Meter-Schwerlaster blockiert Kreuzung
Vorpommern Greifswald 65-Meter-Schwerlaster blockiert Kreuzung
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00:01 09.06.2016
65 Meter lang, 62 Tonnen schwer: Der Lkw hat ein Teil für eine Kranbrücke geladen, das nach Irland verschifft werden soll. Quelle: Kai Lachmann

Der ungünstigste Ort, um auf den Straßen der Hansestadt mit seinem Gefährt liegenzubleiben, ist mitten auf der Europakreuzung. Das ungünstigste Vehikel dafür ein 65 Meter langer Schwerlasttransporter. Fahrer Mathias Reichardt kann ein Lied davon singen: Am Dienstag machte die Hydraulik schlapp, sodass die Lenkung des Hängers ausfiel – just in dem Moment, als er beim Abbiegen in die Anklamer Straße noch einmal zurücksetzte, um keine Verkehrsschilder und Ampeln mitzunehmen.

Immerhin geschah dies gegen Mitternacht, also wenigstens nicht zum ungünstigsten Zeitpunkt. Der Lkw blockierte zwar über Stunden fast die ganze Kreuzung, allerdings ist nachts in Greifswald bekanntlich sehr wenig Verkehr. Erst ein Bergungsdienst sorgte dafür, dass der 62 Tonnen schwere Transporter zurück in die Wolgaster Straße kam.

Dort stand der Transporter gestern den ganzen Tag. Ein Mechaniker versuchte, den Fehler zu beheben. Im Laufe des Tages war alles wieder in Ordnung. Autofahrer mussten bis Mittag über die Marienstraße in den Hansering ausweichen. Das Abbiegen in die Anklamer Straße war nicht möglich. Später wurde die Wolgaster Straße ab Höhe Rathenaustraße gesperrt. Es kam an vielen Stellen zu Behinderungen und verstopften Straßenabschnitten. Die Spedition aus Coswig in Sachsen-Anhalt hat extra einen Mechaniker geschickt, der den Fehler beheben sollte. Laut Polizei war gestern eine Weiterfahrt durch die Stadt nicht vor 22 Uhr möglich. Geladen hat der Schwerlast-Transporter ein Bauteil für eine Containerbrücke. Es wurde in Lubmin hergestellt und soll zuerst zur Firma Liebherr nach Rostock und von da aus weiter nach Hamburg verschifft werden.

„Eine andere Strecke durch Greifswald war nicht möglich“, sagte Fahrer Reichardt. Transporte dieser Art sind keine Seltenheit für ihn. Deshalb weiß er, wann auf einer Kreuzung zu wenig Platz ist. Die einzige Chance sei tatsächlich die Europakreuzung. Ein Abbiegen aus der Wolgaster in die Koitenhäger sei ebenso wenig möglich gewesen wie eine Abkürzung über den Liebknechtring. Von der Anklamer aus wollte Reichardt dann auf die Umgehungsstraße und von da auf die Autobahn nach Rostock. Kai Lachmann

OZ

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