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720 Weinflaschen vom Meeresgrund verschwunden

Greifswald 720 Weinflaschen vom Meeresgrund verschwunden

Marketingaktion des Greifswalder Fremdenverkehrsvereins wird zum Super-Gau.

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Betrübte Gesichter: Der Wein, den Alexander Lau (l.) vermarkten will, ist verschwunden. Taucher Helge Laudel sucht erfolglos.

Greifswald. Super-Gau für die Werbeaktion des Fremdenverkehrsvereins Greifswald: Die 720 Wein- und 30 Sektflaschen, die Geschäftsführerin Christina Spierling im Bodden versenken ließ, sind verschwunden. Gestohlen? Die Vereinschefin ist ratlos. Der Verkaufswert des Vorrates liegt bei mehr als 7000 Euro.

Taucher hatten den edlen Tropfen Rotspon im Juni an einer geheimen Stelle in der Dänischen Wiek auf dem Meeresboden verstaut. Die Flaschen wurden extra in eine Gitterbox gelegt, die mit einem Schloss gesichert war. Zusätzlich wurde laut Fremdenverkehrsverein eine Überwachungskamera angebracht. Die sollte einerseits aufzeichnen, wie sich langsam Algen und Pocken auf den Flaschen festsetzen und den Alkohol gleichzeitig vor Dieben schützen.

Das scheint gründlich schiefgegangen zu sein. Noch im Juni hatte Spierling allen abenteuerlustigen Schatzsuchern prophezeit, es sei zwecklos, die Weinflaschen in der Wiek entdecken zu wollen. Die Stelle ist gut eine Stunde Fahrt vom Festland entfernt. Doch an den Koordinaten, die vor drei Monaten sorgsam notiert wurden, war gestern kein Wein zu finden. Mehrere Stunden suchte Bergungstaucher Helge Laudel den Meeresgrund ab. Erfolglos.

In Wieck stand derweil schon ein Tisch bereit, an dem der Rotspon hätte verköstigt werden sollen. Die Kehlen blieben jedoch trocken. Die gestrige Ausfahrt hatte der Fremdenverkehrsverein als Testhebung organisiert. Eine Flasche sollte beim 15. Greifswalder Tisch in der Stadthalle für einen wohltätigen Zweck versteigert werden.

Die eigentliche Bergung war erst für Oktober geplant. Der Rotspon mit Pocken- und Algenbelag sollte der Verkaufsschlager in der Tourist-Info der Stadt in der Weihnachtszeit werden. Ob das noch klappt, ist nun ungewiss. Wann sich der Fremdenverkehrsverein erneut auf die Suche nach den Flaschen begibt oder ob das überhaupt geplant ist, war gestern nicht zu erfahren.

 

Katharina Degrassi

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