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16:42 04.11.2018
Sonnenuntergang am zugefrorenen Greifswalder Bodden bei Ludwigsburg. Quelle: Antje Brecht
Greifswald

Ein Wanderweg an der Dänischen Wiek mit Blick aufs Wasser, das ist die Vision der Bündnisgrünen. Im Dezember soll die Bürgerschaft Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne) beauftragen, gemeinsam mit Landrat Michael Sack (CDU) einen Wanderweg beziehungsweise Naturlehrpfad von Eldena zum Fähranleger Ludwigsburg einzurichten. Der Weg wäre etwa sechs Kilometer lang. Zurück nach Wieck können die Wanderer in der Saison die Fähre ab Ludwigsburg nutzen. Startpunkt des geplanten Naturwanderweges wäre der Strand in Eldena.

„Greifswald liegt am Meer“, sagt Ulrike Berger, stellvertretende Vorsitzende der Bürgerschaftsfraktion Grüne/Forum 17.4. „Aber für Einheimische und Touristen ist dieser Schatz praktisch nicht erlebbar.“ Um das zu ändern, soll der teilweise noch begehbare Deich am Bodden genutzt werden. Von diesem Weg bieten sich reizvolle Blicke auf Greifswald. An der Strecke zwischen dem Schilf am Wasser und den Feldern könnten ein Vogelbeobachtungsturm und Informationstafeln aufgestellt werden. Der Greifswalder Bodden ist ein Flora-Fauna-Habitat- und ein europäisches Vogelschutzgebiet. Hier brüten zahlreiche Zugvögel. Die im Verlauf des Weges in die Dänische Wiek mündende Ziese kann mittels einer vorhandenen Brücke gequert werden. Auf den das Flüsschen umgebenden Salzgraswiesen weiden Rinder. Um trockenen Fußes über die Priele zu kommen, müssten Stege gebaut werden. „Nur wenn die Natur unmittelbar wahrgenommen wird, bekommt man vermittelt, was es zu schützen und zu schätzen gilt“, sagt Markus Münzenberg von Kreisverband der Grünen.

Der Loissiner Bürgermeister Detlef Sadewasser begrüßt das Vorhaben Wanderweg grundsätzlich. „Ich bin als Kind dort noch selbst entlang gegangen“, erzählt er. Allerdings gibt es ein großes Problem bei der Rückkehr nach Greifswald, sofern nicht die gleiche Strecke zurückgewandert oder der Weg an den Straßen Richtung Hansestadt genommen wird.

Die „Stubnitz“, die in der Saison als Fähre zwischen Wieck und Ludwigsburg verkehrt, kann gegenwärtig nur bei hohen Wasserständen am Anleger in Ludwigsburg festmachen. Denn die Zufahrt ist verlandet. Loissin hoffe auf Fördermittel des Landes, aber einen Zuwendungsbescheid gebe es noch nicht, so Sadewasser. Im Sommer hatte Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann (SPD) Unterstützung für den Bau eines weiter ins Wasser ragenden Anlegers für geschätzt rund eineinhalb Millionen Euro in Aussicht gestellt. Mit der Realisierung wird aber erst 2020 gerechnet (die OZ berichtete).

Die Greifswalder Bündnisgrünen sehen noch weitere strategische Partner für die Realisierung ihrer Wanderwegidee mit vielen Informationen zur Natur bei Beachtung des sensiblen Umfeldes. Das könnten beispielsweise die Succow-Stiftung, der Nabu und die Naturschutzstiftung Deutsche Ostsee-Stiftung sein, schlägt Ulrike Berger vor.

Grafik für Online-Nutzung als jpg-Bilddatei. Wanderweg, Wiek, Greifswald, Grafik Quelle: Arno Zill

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